Die Schulter stand schon im Altertum sinnbildlich für Kraft und Stärke. Mit einer starken Schulter konnte man den Gegner im Ringkampf bezwingen und im Speerwurf den Sieg erringen. Allerdings war die Schulter unter hoher Beanspruchung auch verletzungsanfällig. Und so waren schwerwiegende Verletzungen wie die Verrenkung der Schulter keine Seltenheit. Nachweise von Gelenkverletzungen und deren Behandlung reichen bis ins 5. Jahrhundert v.u.Z. zurück. Bereits in den hippokratischen Schriften, einer Sammlung von etwa 60 medizinischen Texten des Altertums, wurde die Reposition eines ausgerenkten Schultergelenks beschrieben: „Man muss den Betreffenden rücklings auf den Boden legen, während der Einrenkende sich auf der Seite, auf der das Gelenk sich verrenkt hat, auf den Boden niedersetzt. Hierauf erfasst er mit seinen Händen den beschädigten Arm und streckt ihn, seine Ferse aber setzt er in die Achselhöhle ein und drückt dagegen, und zwar mit der rechten Ferse in die rechte, mit der linken in die linke Achselhöhle.“
Doch nicht nur eine Luxation des Schultergelenks gehört zu den vielfältigen Erkrankungen des oberen Bewegungsapparats. Schmerzen und Beschwerden können sich auf verschiedenste Art äußern.
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