70.800 Tonnen Lebensmittel, so errechneten Statistiker, landen jährlich in Luxemburg im Abfall. Drei Viertel der Menge kommt aus privaten Haushalten – jeder Luxemburger wirft etwa 118 Kilogramm Lebensmittel weg. Hinzu kommen rund 5.200 Tonnen aus dem Handel sowie 7.100 Tonnen aus Großküchen, die Krankenhäuser, Schulen oder Altenheime beliefern.
Nach einer Studie zum Hausmüll, die das Umweltamt Luxemburg 2019 in Auftrag gegeben hatte, werfen die Landesbewohner pro Jahr und Kopf etwa 88,5 Kilogramm Lebensmittel weg. Bis zu zehn Prozent dieser Menge befinden sich noch originalverpackt in gutem Zustand. Wie die Untersuchungen zeigten, war das Mindesthaltbarkeitsdatum in vielen Fällen noch nicht einmal abgelaufen. Ein weiteres Viertel der im Restmüll gefundenen Lebensmittel verzeichnete zwar ein abgelaufenes Haltbarkeitsdatum, befand sich aber auch in den ungeöffneten Verpackungen und war noch für den Verzehr geeignet. Wie die Statistik zeigt, wären 23,5 Kilogramm der Lebensmittelabfälle vermeidbar gewesen. Monetär ausgedrückt wirft jeder Luxemburger jährlich noch verwertbare Esswaren in Höhe von 75,50 Euro fort. Für ganz Luxemburg kommt man dabei auf die immerhin stattliche Summe von 46,5 Millionen Euro im Jahr.
Das ist ein Schlag ins Gesicht von Millionn Menschen, die weltweit hungern. So funktioniert die im Überfluss schwelgende Wegwerfgesellschaft.