Wir heutigen Menschen sind das Jahrtausende währende evolutionäre Produkt der Natur. Unsere Gattung gehört zu den Säugetieren, die ersten Exemplare der Humanoiden richteten sich nach langen Zeitläufen vom Vierfüßlergang auf. Zeichnungen in Lehrbüchern zeigen die Entwicklungsstufen des Menschen bis zum aufrechten Gang. Karikaturen dieser wissenschaftlichen Darstellung hingegen verweisen darauf, dass wir zu Zeiten der Schreibtischarbeit wieder um Entwicklungsstufen zurückfallen: Der Rücken verkrümmt sich wieder, die Muskeln des Oberkörpers verfallen. Der gesamte Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen in der modernen Zivilgesellschaft ist für orthopädische Krankheiten deutlich anfälliger, als noch zu Zeiten, da die Menschen als Bauern, Handwerker oder auch noch als Industriearbeiter körperliche Tätigkeiten verrichteten und somit ihre Muskeln ganzheitlich trainierten.
Schon vor Jahren untersuchten Evolutionsbiologen der kanadischen Simon Fraser University die Problematik, warum die rasche Entwicklung zum aufrechten Gang die Gesundheit des modernen Menschen stark beeinträchtigt. „Wir haben uns gefragt, warum Menschen im Vergleich zu anderen Primaten so häufig an Rückenproblemen leiden“, erklärte Studienleiterin Kimberly Plomp. Ergebnis: Unser zweibeiniger Gang belastet den Rücken mehr als die vierbeinige Fortbewegung unserer evolutionären Verwandten, den Affen.
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