Headlines

InterviewWar die „Fouer“ früher schöner? Véronique Faber forscht zur Kirmes in den Sixties

Interview / War die „Fouer“ früher schöner? Véronique Faber forscht zur Kirmes in den Sixties
Andere Zeiten, andere Helden: das „Dancing Zorro“ im Jahr 1965  Foto: Copyright Weyerdesign

War die „Fouer“ früher schöner? Véronique Faber ist Doktorandin an der Uni Luxemburg und forscht über die „Schueberfouer“ in den langen 1960er-Jahren. Ihr besonderes Interesse gilt der Vernetzung von „Forains“, Organisatoren und Politik. Am Samstag hält Faber einen Vortrag, mit dem Tageblatt sprach sie bereits im Vorfeld.

Tageblatt: Sie forschen zur „Schueberfouer“ in den langen 1960er-Jahren – war sie damals schöner?

Véronique Faber: Das sagen alle, immer. Das hat Gründe. Geht man als Kind auf die Fouer, ist das besonders beeindruckend, mit den ganzen Geräuschen und Gerüchen, den Lichtern, den vielen Menschen. Danach sucht man dann später, und diese Erwartung kann natürlich nicht erfüllt werden. Die Fouer lebt heute noch, weil sie sich ständig verändert. Die Forains sind sehr flexibel, sie wollen Leute auf der Fouer haben, die das Vergnügen suchen, und das muss man als Geschäftsmann, was Forains sind, an die Zeit anpassen.

Jetzt weiterlesen! !

Für 0.99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Sie sind bereits Kunde?

Ollie
8. September 2023 - 20.07

Ech ginn héchstens an den Tivoli, do ass et wéinstens roueg, keng Musek.

plop
8. September 2023 - 18.40

@Trierweiler Gudd bemierkt. Ech hat deemols 6 Joer a sin mat mengem Bop op d'Rieserad gaang. Et war richteg en Erliefnis. Haut as Ballermann etc ugesot. Deemols huet een Orchester Danzmusek gespillt. Och d'Iessen war aanescht... A besser... An erschwenglech!!!! Virun Allem waren d'Leit mei maneierlech ewei haut.

Trierweiler
8. September 2023 - 16.34

Ja, es war besser. Damals war's der einzige Platz, wo man die tätowierte Frau gesehen hat, heute stehen 1500 vor einem an der Theke.? Und alle von Dilettanten geinkt.

JJ
8. September 2023 - 16.20

Das "Bréidchen" mit Sauerkraut und Wurst gibt's noch immer.Das ist die Hauptsache.

Leila
8. September 2023 - 15.38

Die "schwere Frau" habe ich auch damals gesehen und ich erinnere mich noch sehr gut, wie peinlich mir danach beim Verlassen des Zelts meine Neugier war! In einem anderen Zelt war ein abgehackter Kopf eines Menschen, reingepresst in ein mit irgendeiner Flüssigkeit gefülltem Glas zu betrachten - sehr gruselig. Damals zweifelte ich nicht an der Echtheit desselben, denn aus den Poren sah man Haare sprießen und seine Nase war im zu schmalen Glas platt gedrückt - angeblich der letzte Hingerichtete, wenn ich mich noch gut entsinne. Eine Geisterbahn gab's u.a. auch, durch die man zu Fuß musste. Dass das unsägliche Pony-Karrussell und der Stand mit den Kuscheltieren abgeschafft wurde, war damals Lydie Polfer zu verdanken. Bedauerlich, dass heute kaum mehr interessante Haushaltswaren angeboten werden!