„Wie war es doch zu Köln vordem, mit Heinzelmännchen so bequem“ – mit diesen Worten August Kopischs beginnt die Ballade von den kleinen Wichten, die des Nachts in Kölner Häuser schlichen, um die Arbeiten der Menschen zu erledigen. Wie gern hätte man doch solche dienstbaren Geister im eigenen Hause. Doch eine allzu neugierige Hausfrau sorgte dafür, dass die Heinzelmännchen aus Köln verschwanden, und auch andernorts sind sie nie wieder aufgetaucht.
So müssen die Menschen nun zeitaufwendige und manchmal arbeitsintensive Haustätigkeiten selbst vollziehen, Staub wischen, Böden reinigen, Fenster putzen. Bereits im 19. Jahrhundert, als sich mit Beginn der Industrialisierung auch eine Technikbegeisterung breit machte, dachten pfiffige Erfinder darüber nach, wie sie ihren Frauen die Hausarbeit erleichtern konnten. Dabei richtete sich das Augenmerk vor allem auf solche Tätigkeiten, die körperlich schwer zu verrichten waren und viel Zeit in Anspruch nahmen: das Waschen und Reinigen der Kleidung sowie das Putzen und Wischen von Böden.
Dieses Grossreinemachen wäre auch an den Strassenrändern angesagt, wo sich Plastik und Blech immer mehr anhäufen. Ob es bei den Auto- oder LKW-Fahrern, die einfach mal, gedankenlos oder absichtlich, den Müll aus dem Fenster schmeissen, zuhause auch so aussieht? Die Umwelt wird uns diese Respektlosigkeit ihr gegenüber auf ihre Manier danken. Eher früher als später werden wir die Zeche für unser Verhalten zahlen müssen.