Anlässlich des nahenden zweiten Jahrestags der Corona-Pandemie in Luxemburg habe ich in der vergangenen Woche etwas im Tageblatt-Archiv gestöbert. Dort traf ich auch auf einen alten Bekannten, den ich zwar nicht vergessen, aber doch in den vergangenen beiden Jahren etwas ignoriert habe: einen Leitartikel vom 13. Februar 2020, also kurz bevor die Pandemie zum alles bestimmenden Objekt wurde. Das Thema des Meinungsstücks: Ist das Coronavirus gefährlich?
Nun, im Nachhinein ist man immer etwas schlauer, deshalb hatte ich vor der Betrachtung meiner Ergüsse von damals nicht die allergrößten Erwartungen. Aber interessanterweise behandelte das Werk ein Problem, das zwei Jahre später mindestens genauso aktuell ist. Ein Augenmerk legte es nämlich ausgerechnet auf Verschwörungstheorien, die aufkamen, als das Virus in Fernost Fahrt aufnahm. Während die einen Covid-19 schon damals und vor jedweden wissenschaftlichen Erkenntnissen als harmloses Sommergrippchen abtaten, sahen die anderen die von geheimen Mächten gesteuerte Apokalypse kommen.
Zahlreiche wirre Internetseiten hatten vor diesem Hintergrund vor allem eine Verbindung zwischen dem Ausbau des 5G-Handynetzes und, tja, der Verbreitung des Coronavirus ausgemacht. Kurz vor Ausbruch der Pandemie in Wuhan – das behaupteten die Verschwörungs-Erzähler – wurden dort nämlich die ersten 5G-Antennen aufgebaut.
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