Weinmacher Laurent Kox und Betriebsleiterin Corinne Kox empfangen uns im Weingut, unser Interesse gilt der neuesten Errungenschaft des Domaine: ein Crémant brut ohne Zusatz von Sulfiten. Was hat die beiden bewogen, ein ungeschwefeltes Produkt auf den Markt zu bringen, und wie lange hat man bis zum Verkaufsstart experimentiert und worauf konkret ist bei der Produktion zu achten, möchten wir gerne wissen.
„Historisch werden erst seit zwei bis drei Jahrhunderten Sulfite in der Weinherstellung beigefügt, dies dient in erster Linie der Konservierung des Weines. Allerdings kannten die Griechen und Römer bereits die Eigenschaften des Schwefels als Konservierungsmittel in der Weinherstellung. Durch die Erfindung der Glasflasche und die Erschließung neuer Transportmöglichkeiten für Weine (Bahn) war der Zusatz dieses Antioxidationsschutzes unabdingbar, während in früheren Zeiten nur Fassware transportiert wurde. Heutzutage, dank neuer wissenschaftlicher, technischer und biologischer Erkenntnisse in der Wein- und Crémantherstellung, besteht die Möglichkeit, ohne zusätzliche Sulfite zu arbeiten. Auch wenn man dies hin und wieder liest, sulfitfrei ist der Wein nicht, denn die Hefe produziert minimale Sulfitmengen, die aber im Wein oder Crémant detektierbar sind“, erklärt Corinne Kox.
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können