Schon vor 150 Jahren hatte Wilhelm Busch in seiner Bildgeschichte vom neidischen Handwerksburschen über die schmerzlichen Folgen der Völlerei gespottet: Ein Dicker verspeist in einem Gasthaus ein Hähnchen, schlürft teuren Wein – der arme Handwerksbursch sitzt hungrig bei Brot und Wasser. Doch der Junge schläft schließlich im duftenden Heu, während der Gourmand mit gichtschmerzenden Gelenken zu Hause leidet.
Zipperlein, ursprünglich nur für die Gicht verwandt, ist längst Ausdruck für die verschiedensten Krankheitsleiden geworden. Und wie schon zu Zeiten von Wilhelm Busch sind ein Großteil unserer Leiden auf ungesunde Lebensweise, Ernährung, Bewegungsarmut und schlecht organisierte Arbeitsplätze zurückzuführen. Orthopädische Erkrankungen gehören heute zu den „Volkskrankheiten“, die sich in unserer Zivilisation immer stärker ausbreiten.
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