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Luxemburger Brauch am Aschermittwoch„Stréimännchen“: So verabschiedet Remich den Winter und die Fastnacht

Luxemburger Brauch am Aschermittwoch / „Stréimännchen“: So verabschiedet Remich den Winter und die Fastnacht
Der Crémant ist getrunken, das Portemonnaie leer: Pünktlich zum Aschermittwoch werden in Remich die Fastnacht und der Winter gebührend verabschiedet. Das „Stréimännchen“ verkörpert deren Ende, daher wird es brennend in die eiskalte Mosel gestürzt. Foto: Editpress-Archiv/Claude Lenert

Den Schalk im Nacken – damit lässt sich die Tradition zur Verbrennung der „Fuesent“ am Aschermittwoch in Remich überschreiben. Eine lebensgroße Strohpuppe steht im Mittelpunkt eines feierlichen Umzugs, wenn es darum geht, symbolisch den Winter und die Fastnacht zu verbrennen. Zusammen mit den „Geschichtsfrënn Réimech“ und der „Harmonie municipale Concordia“ erzählt Daisy Schengen die Geschichte rund um eine liebgewonnene Tradition.

„Stréimännchen, Buergbrennen, Kavalkade“ – in der Moselperle Remich ist ab Aschermittwoch keineswegs „alles vorbei“, wie einst die Frankfurter Fastnachtsikone Margit Sponheimer sang. Denn mit der Verbrennung der Fastnacht und des Winters, in Gestalt einer Strohpuppe, beginnt in der Stadt der Reigen von liebgewonnenen Traditionen, welche die örtlichen Vereine mit viel Herzblut bis heute am Leben erhalten.

Sehnlichst erwartet wird der „Cortège“ zu den Klängen des „Kanapee“ nicht nur von den Einwohnern der Stadt. Auch Besucher aus dem ganzen Land und dem nahen Dreiländereck wohnen gerne dem Spektakel bei, das den Wunsch nach einem baldigen Ende des kalten und dunklen Winters in den Vordergrund treten lässt.

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jegi
24. Februar 2023 - 8.31

dat do as nach Traditioun ? wat awer keng Traditioun méi as dat Megabauten obgeriet hin an verbrannt gin am Numm vun fer Traditioun. Den Ömweltministär verbitt mir Gesträich vum Wanterschnëtt vun méngen Hecken an Beem ze verbrennen, dat as 2erlee Mooss. Hautesdag sin Paletten Ooffall. Virun Joëren huet een déi mussen bezuelen, do sin keng verbrannt hin. Souvill zum Ömweltschutz?

Claudette
20. Februar 2023 - 11.46

@De Virus "An duerno schlechte Wein am Grengen Keller an op der Kopp fir Heem de laueren se, och vun engem Grengen bestalt. Ne Mercii" LOL, wat sot Der dann eréischt, wa mir Gambia 3 wielen? PS. Merci fir alles, Fränz.

De Virus
19. Februar 2023 - 18.06

An duerno schlechte Wein am Grengen Keller an op der Kopp fir Heem de laueren se, och vun engem Grengen bestalt. Ne Mercii

JJ
19. Februar 2023 - 16.47

"..brennend in die eiskalte Mosel gestürtzt." Oh mei. Die Mosel war schon mal kälter um diese Zeit.Da wäre das Strohmännchen auf's Eis geknallt. Aber die Zeiten ändern sich. Oder? Ob Bärbel aus den Minen im Süden,der Nikolaus an der Mosel ( und im Cactus),der Willi aus Echternach,die Mutter der Nation( Maria Mutter Gottes),alles noch eine Frage der Zeit. Wenn wir feiern wollen sollen wir das einfach nur tun.Dafür braucht es keine Heiligen und keine Bräuche die nicht mehr zeitgemäß sind. Das gilt übrigens weltweit. Aber wir leben seit wir vom Baum geklettert sind mit solchen " Bräuchen". Aber solange es nicht schadet!?