„Egal, wo ihr auch seid, an Heiligabend kommt die Familie zusammen“, pflegt mein Großvater zu sagen. Er drückt ziemlich treffend den Sinn des Weihnachtsfestes aus, wie es in vielen bulgarischen Familien gefeiert wird. Nachdem uns während Monaten tausende Kilometer voneinander trennen, versuchen wir unser Möglichstes, am 24. Dezember zusammenzukommen. Denn am „kleinen“ Weihnachtsfest, wie Heiligabend aus dem Bulgarischen übersetzt genannt wird, kommt die engste Familie zusammen.
Anders als hierzulande sucht man Geschenke oder eine üppige Tafel an Heiligabend dort vergebens. Nach orthodoxer Tradition werden nur fleischlose Gerichte, mit Gemüse und Obst aus dem Garten, zubereitet. Sauerkrautwickel („Sarmi s kiselo sele“), Bohnengemüse oder Fruchtkompott („Oschav“), das eher einer klaren Brühe mit getrocknetem Obst als einem Fruchtpüree ähnelt, bestimmen das Menü.
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