Korea war 1910 von Japan annektiert worden. Nachdem die Japaner im Zweiten Weltkrieg kapituliert hatten, wurde das Land entlang des 38. Breitengrads in zwei Besatzungszonen geteilt. Die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden wurde von der Sowjetunion, die Republik Korea im Süden von den USA gesteuert.
Beide koreanischen Staaten sahen sich als legitimen Nachfolger des Kaiserreichs Korea. Nach einigen Grenzverletzungen auf beiden Seiten waren die nordkoreanischen Truppen unter dem Befehl von Kim Il-sung am 25. Juni 1950 in den Süden eingedrungen und hatten schnell einen Großteil des Territoriums unter ihre Kontrolle gebracht. Militärisch wollte man so die Wiedervereinigung erzwingen. Die US-amerikanischen Truppen drängten die Aggressoren gemeinsam mit den Südkoreanern wieder zurück. Wenig später sollte sich Mao Zedongs China in den Konflikt einmischen und an der Seite des Nordens gegen den Süden und die von den USA angeführten UN-Truppen kämpfen. So wurde aus dem Koreakrieg der erste Stellvertreterkrieg im Kalten Krieg.
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