Headlines

Kampf der Bilder: Wenn Feder und Tinte zu scharfen Waffen werden

Kampf der Bilder: Wenn Feder und Tinte zu scharfen Waffen werden

Ein Greis und ein Kleinkind. Beide in deutscher Uniform. Darunter der Schriftzug „Les derniers soldats du Kaiser“. Bildpostkarten wie diese entwickelten sich im Lauf des Ersten Weltkriegs zu einem wichtigen Propagandamittel.

Gedruckte Presse, Fernsehen, soziale Netzwerke: Die Menschen von heute sind einer nahezu grenzenlosen und überwältigenden Bilderflut ausgesetzt. Das war vor 100 Jahren noch ganz anders. Außer der gedruckten Presse gab es noch keine Medien und in Zeitungen waren Bilder rar. Schon allein deswegen erfreuten sich Bildpostkarten in jener Zeit großer Beliebtheit. Mit ihr ließen sich Botschaften leicht und besonders effektvoll übermitteln. Kein Wunder also, dass auch in den Kriegsjahren auf dieses Instrument mentaler Durchschlagskraft zurückgegriffen wurde. Sehr aktiv waren auf dem Gebiet der Propagandapostkarten die Franzosen. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, wenn es darum ging, die „Boches“ und ihren Kaiser in ein schlechtes Licht zu stellen und die Leistungen der eigenen Soldaten sowie die der Alliierten zu würdigen. Es entstand ein regelrechter Postkarten-Boom, der Kampf der Bilder zog sich über die gesamte Dauer des Krieges.

Jetzt weiterlesen! !

Für 0.99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Sie sind bereits Kunde?