Stefanie Hildebrand (58) ist zwischen ihren Blumen zu finden. Sie schneidet gerade welche zurecht und bearbeitet den Boden. Am Rand des Feldes ausgebreitete Schafwolle soll Tiere abhalten und sie baut Humus, Mutterboden, auf. Mitten in dem farbenfrohen Meer von Blüten, in dem es summt und große Schmetterlinge umherschwirren, taucht sie auf und verbreitet gute Laune.
Im August ist einiges los auf den rund 1.000 Quadratmetern Anbau. Vormals heimische und in Vergessenheit geratene Arten wie Löwenmäulchen, Duftnesseln, Cosmos oder Zinnien blühen nur so um die Wette. Bis zu der bunten Pracht war es ein harter Weg. Der Lehmboden braucht Pflege, um ihm etwas abzutrotzen, und sie erlebt Rückschläge. Wühlmäuse fressen die ersten Tulpen und die Rehe finden die Rosen lecker. Kapenacker ist ein kleiner Weiler und sehr ländlich.
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