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Menschenrechte Europäischer Gesetzesvorschlag zum Lieferkettengesetz geht NGO nicht weit genug 

Menschenrechte  / Europäischer Gesetzesvorschlag zum Lieferkettengesetz geht NGO nicht weit genug 
Marion Lupin (29) ist beim „European Coalition for Corporate Justice” (ECCJ) für das Thema Lieferkettengesetz zuständig. Die NGO mit Sitz in Brüssel engagiert sich für ein europäisches Gesetz. Am aktuellen Vorschlag übt sie Kritik.   Foto: ECCJ/Alun Foster

1.200 Pakistanis sterben beim Unglück in der Textilfabrik Rana Plaza. Erntehelfer aus Afrika müssen bei 35 Grad im Schatten aufs Feld. Die Früchte der Arbeit dieser Menschen liegen bei uns im Geschäft. Ein nationales Lieferkettengesetz soll ihre Situation verbessern. Seit kurzem liegt ein EU-Vorstoß dazu auf dem Tisch. Wie zu erwarten, gibt es erste Widerstände und Kritik. Der Brüsseler NGO „European Coalition for Corporate Justice“ (ECCJ) geht der Vorschlag nicht weit genug.

Tageblatt: Beim Thema Lieferkette kann man richtig wütend werden oder traurig. Was sind Sie?

Marion Lupin: Wenn man die Menschenrechts- und Umweltverletzungen sieht, ist es unmöglich, nicht wütend zu reagieren. Pakistan ist beispielsweise eines der Länder, die am meisten unter dem Klimawandel leiden und am wenigsten CO2 ausstoßen. Und es macht traurig, von all den Toten zu wissen. Aber weder Wut noch Traurigkeit sollte uns beherrschen. Wir können diese beiden Gefühle nur überwinden, wenn wir aktiv werden, um etwas zu ändern.

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gist
24. Oktober 2022 - 16.51

hun nach kéng.NGO héieren déi zefridden woar. et hätt ömmer eppes méi können sin

Phil
23. Oktober 2022 - 21.35

D'Mamm ass Stewardess, an konnt sech hiren Horizont duerch hir Reesen duerch d'Welt erweiteren. Dowéinst misst d'Joffer awer bal wëssen, dass mir net an engem "perfect World" liewen. Wéi ass et dann z.B. mat der Kanneraarbecht betreffend Akkumulatoren fir de Gréngen hir elektrësch Autoen?

ZiLa
23. Oktober 2022 - 11.41

"Erntehelfer aus Afrika müssen bei 35 Grad im Schatten aufs Feld. " Ja, genau wie ich wenn ich dem Bauern als Erntehelfer hierzulande beistehe, nur waren es da 38 Grad. Geerntet wird nun mal wenn es warm ist, nicht im Winter. Sollen die Leute denn da verhungern?