Das Schulangebot an die Anforderungen der heutigen Zeit anpassen, lautet das Ziel der Neuerungen im Sekundarunterricht und in der Berufsausbildung. So wird z.B. ab der nächsten Rentrée (2023/2024) an drei Sekundarschulen – am „Lycée Bel-Val“, am Diekircher „Lycée classique“ und am Limpertsberger „Lycée de garçons“ – die neue Sektion P angeboten, die jedem Absolventen einer 4e Classique offensteht.
Der Schwerpunkt der neuen Sektion liegt auf den Entwicklungen in unserer Gesellschaft im Zusammenhang mit den Geisteswissenschaften und der humanistischen Bildung. Fächer, die mit den Kognitions- und Geisteswissenschaften zusammenhängen, würden bei der Wahl von Hochschulstudien immer beliebter, sagt Claude Meisch. „Die neue Abteilung P ergänzt das Schulangebot der klassischen Sekundarschule, indem sie die Rolle des Menschen in einer sich entwickelnden Gesellschaft betont. Mit einem vielfältigen und modernisierten Schulangebot investieren wir in die Zukunftschancen aller jungen Menschen.“
@HeWhoCannotBeNamed: In der @jo Behauptung steckt absolut nichts elitär dünkelhaftes. Im Gegenteil, es ist eine ganz nüchterne, statistisch belegte Erkenntnis, dass die MINT-Ausbildung den Schülern die beste Zukunft eröffnet. Und das war schon immer so. Aber das niederträchtige an den neuen Sektionen: Sie werden nich an allen Lycées im Land angeboten! Und gerade das nenne ich "elitär", "dünkelhaft".
@jo : also, alles was nicht knallharte "MINT"-Wissenschaft ist, ist gleichzusetzen mit "seichter Pseudowissenschaft"? Ein ziemlich elitäres Weltbild das Sie da verbreiten - und zudem seit langem überholt. Auch (und eben gerade) in akademischen Kreisen. Ich hoffe dass Sie nicht unterrichten...
Das zeigt eine Auswertung von Headhunter Guido Schilling, der mit seinem Schilling Report jährlich die Chefetagen der 100 grössten Schweizer Firmen durchleuchtet. So ist der Anteil Konzernchefs mit einer Mint-Ausbildung, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik, in den letzten drei Jahren von 35 auf 44 Prozent gestiegen. Da geht's lang. Nicht mit diesen seichten Pseudowissenschaften!
Der längst überfällige Ausbau der MINT-Fächer bleibt also wieder auf der Stecke. Wie will man die Kompetivität des Wirtschaftsraums Europa mit solch seichtem Gedusels wie einer Sektion P verbessern? Meisch, setzen!