Welcher Radfahrer hat nicht schon mal davon geträumt, als Erster am Mont Ventoux anzukommen? Luxemburgs Jahrhundertsportler Charly Gaul schuf 1958 am Giganten der Provence das Fundament für seinen Tour-Erfolg. Nicht ganz so schnell wie der „Ange de la montagne“ kraxelte vor Kurzem auch unser Magazin-Redakteur Robert Spirinelli den Riesen hoch.
Auch wenn die Strecke der diesjährigen Tour de France nicht zum Ventoux führt, so bleibt zwischen dem Giganten der Provence und der „Grande Boucle“ eine sehr lange „histoire d’amour“ mit vielen Emotionen und sogar einigen Tragödien bestehen. Man muss schon sagen, dass die Etappe und der Aufstieg zum Ventoux unter besonders schwierigen Bedingungen der Gral für jeden Radfahrer bedeuten. Aber nicht nur die Passage der Tour lassen viele Hobby-Radfahrern davon träumen, den heldenhaften Aufstieg der Profis zu reproduzieren.
Doch um es gleich vorneweg klarzumachen: Der Schreiber dieser Zeilen ging nicht an den „Start“, um die Leistung der Profis in irgendwelcher Art zu schmälern, sondern lediglich um zu beweisen, dass jeder einigermaßen gesunde Mensch durchaus in der Lage ist, mit einem modernen E-Bike den 1.912 Meter hohen Gipfel zu erreichen.
Richtig: das E Bike ist Selbstbetrug und nicht ungefährlich.
Am Mai sinn méi Meedchen(14) an ech de Ventoux mat dem Mtb eropp gefuer.Du sinn mir dauernd vun stolzen E Bikefuerer iwwerholl ginn,lächerlech!Deen hätt méin Moni Jemph mat sénger Solex och gepackt!
Vor allem gesund und umweltfreundlich!
Wir haben Sie gesehen, die Möchtegerne, auf den Leitplanken oder davor im Rasen liegen, kurz vorm Herzstillstand. Nein Danke, dann lieber mit dem Auto, ist auch schön.
Charly Gaul, der Engel der Berge, ist den Mont Ventoux 1958 nicht hochgkraxelt, er ist ihn hochgeflogen!