Die Protestbewegung im Jemen verlangt den sofortigen Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Salih und seine strafrechtliche Verfolgung wegen der Tötung von Demonstranten.
19 Menschen starben, als Sicherheitskräfte mit scharfer Munition, Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vorgingen. Hunderte wurden verletzt. (dapd/Mohammed Huweiss)
Schwer verletzt wird einer der Demonstranten notdürftig verarztet. (Tageblatt/Muhammed Muheisen)
Mit letzter Kraft reckt er einen Arm nach oben, formt Zeige- und Mittelfinger. (Tageblatt/Muhammed Muheisen)
Ein Regierungsgener zeigt leere Patronenhülsen. Im Jemen sind die Sicherheitskräfte ein weiteres Mal mit scharfer Munition gegen Demonstranten vorgegangen. (Tageblatt/Muhammed Muheisen)
Eine Straße in Sanaa nach einer Protestwelle. (dapd/-)
In mehreren Städten des Landes fordern Demonstranten erneut den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Salih. (Tageblatt/Hani Mohammed)
Soldaten kontrollieren Demonstranten in Sanaa. (Tageblatt/Muhammed Muheisen)
Verletzte bei den Protesten gegen das jemenitische Regime in der Hauptstadt Sanaa. (Tageblatt/Muhammed Muheisen)
Man werde keine weiteren Vermittlungsangebote mehr annehmen, die diese Punkte nicht enthielten, hieß es in einem Schreiben der Aufstands- und Jugendbewegung OCYYPU an den Golf-Kooperationsrat (GCC), das am Samstag in Sanaa veröffentlicht wurde. Die Bewegung werde zudem ihre Demonstrationen gegen Salih verstärken.
Der GCC, ein Zusammenschluss von sechs arabischen Golfstaaten, darunter Saudi-Arabien, hatte im Vormonat einen Kompromissvorschlag vorgelegt, nach dem Salih innerhalb von 30 Tagen die Macht an eine Übergangsregierung übergeben hätte. Zudem waren Neuwahlen noch in diesem Jahr vorgesehen. Der Vorschlag hatte für den Präsidenten auch Immunität vor Strafverfolgung vorgesehen. Der Plan war von beiden Seiten akzeptiert worden, doch Salih überlegte es sich wenig später anders und zog seine Zustimmung zurück.
Am Vortag hatten wieder zehntausende Menschen für und gegen den Präsidenten demonstriert. Bei den wochenlangen Protesten haben Sicherheitskräfte im Jemen und bewaffnete Salih-Anhänger über 150 Demonstranten getötet und mehr als 1000 weitere verletzt.
Daisy Schengens Laufbahn beim Tageblatt begann 2010 als Online-Redakteurin, später in der Lokalredaktion, bevor sie leitende Redakteurin des Magazin-Hefts wurde. Ihre Schwerpunkte umfassen die Themengebiete Gesundheit und Ernährung. Die gebürtige Bulgarin hat einen Magisterabschluss in Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie an der Mosel. Wenn sie nicht über Genuss und Gesundheit schreibt, widmet sie sich dem Tanz(-sport).
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können