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«Es werden Köpfe rollen»

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Angeblich blieb Osama Bin Ladens Versteck in Pakistan jahrelang unentdeckt. Jetzt hat der pakistanische Botschafter in den USA personelle Konsequenzen angekündigt.

«Es werden Köpfe rollen, wenn die Untersuchung abgeschlossen ist», sagte Husain Haqqani am Sonntag (Ortszeit) dem US-Sender CNN. «Und wenn – Gott bewahre! – jemandem Komplizenschaft nachgewiesen wird, gibt es auch dafür null Toleranz.»

Pakistan wolle sämtliche «Bedenken der Welt» über die Rolle des Landes im Fall Bin Laden ausräumen, ergänzte Haqqani. Demnach werden dazu die nach dem US-Spezialeinsatz vor einer Woche festgenommenen Menschen derzeit verhört, darunter auch drei Ehefrauen des getöteten Terrorchefs. Der Frage, ob Islamabad auch US-Agenten Zugang zu den Gefangenen gewähren werde, wich der pakistanische Botschafter aus.

Die Tötung Bin Ladens belastet das Verhältnis zwischen Washington und Islamabad. Die USA hatten Pakistan nicht vorab über den Einsatz informiert, weil sie befürchteten, der Al-Kaida-Chef könnte gewarnt werden. Die US-Regierung vermutet, dass Bin Laden Unterstützer bei den pakistanischen Behörden hatte. Sein Versteck war unweit einer Militäreinrichtung in Abbottabad entdeckt worden.

CIA-Agent enttarnt

Knapp eine Woche nach dem tödlichen US-Kommandoeinsatz gegen Al-Kaida-Chef Osama bin Laden haben pakistanische Medien den Namen eines mutmaßlichen Mitarbeiters des US-Geheimdienstes CIA veröffentlicht. Bei dem Mitarbeiter soll es sich den Berichten zufolge um den Leiter des CIA-Büros in der Hauptstadt Islamabad handeln. Ein Sprecher des pakistanischen Geheimdienstes wollte sich am Montag nicht zu den Veröffentlichungen vom Wochenende äußern. Seit dem Einsatz vor einer Woche sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern äußerst gespannt.

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von sechs Monaten, dass der Name des vermeintlichen CIA-Chefs in Islamabad in pakistanischen Medien genannt wird. Im Dezember hatte die CIA den Mitarbeiter aus dem Land abgezogen. Der pakistanische Geheimdienst hatte später Vorwürfe zurückgewiesen, er sei für die Enttarnung des Agenten verantwortlich.