Wer bisher nach Koblenz fahren möchte, um dort in einen schnellen ICE zu steigen, muss derzeit entweder eine der wenigen IC-Verbindungen nehmen oder in Trier von einem Regionalexpress (RE) in den nächsten umsteigen. Ab Dezember 2014 wird sich dies ändern. Dann verkehrt ein RE im Stundentakt zwischen Luxemburg und der Stadt am Rhein. Möglich wird dies durch die Einführung des «Rheinland-Pfalz-Saarland-Takts 2015».
Neue Züge im Einsatz
Die Strecke zwischen Saarbrücken und Koblenz wurde im Rahmen einer Ausschreibung an die DB Regio Südwest, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, vergeben, teilte das saarländische Verkehrsministerium am Dienstag mit. Die Verbindung zwischen Trier und Luxemburg übernehmen die CFL. Das luxemburgische Bahnunternehmen wird dazu seine neuen Doppelstockzüge «Kiss einsetzen, die bereits ab Dezember 2013 im eigenen Netz genutzt werden sollen. Die CFL haben acht dieser neuen Züge, die je 300 Sitzplätze bieten und bis zu 160 km/h erreichen, beim Schweizer Hersteller Stadler bestellt.
In Trier werden dann die Züge nach Koblenz, die aus Saarbrücken und Luxemburg kommen, aneinandergekoppelt. Auf dem Rückweg werden sie entsprechend getrennt: Ein Zugteil verkehrt dann ins Großherzogtum, der andere nach Saarbrücken.
Bessere Anbindung zwischen Saarland und Luxemburg
Verbesserungen versprechen sich die CFL auch für die Anbindung zwischen dem Großherzogtum und dem Saarland. «Wer von Luxemburg kommt, kann in Trier innerhalb einer Umsteigezeit von weniger als zehn Minuten in den Zug nach Saarbrücken steigen», kündigte Marc Hoffmann, Direktor für den Personenverkehr bei den CFL, am Mittwoch auf «L’essentiel Online»-Anfrage hin an.
Ob durch die Einrichtung des RE-Stundentakts eine oder mehrere der bestehenden fünf IC-Verbindungen zwischen Luxemburg und Deutschland gestrichen werden, könnten die CFL derzeit nicht sagen. «Das steht noch nicht fest und liegt im Entscheidungsbereich der Deutschen Bahn, die dies anhand von wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewerten wird», sagte Marc Hoffmann.
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