Das Geheimnis lüftet, wer sich ins Innere des Forums für zeitgenössische Kunst wagt.
" class="infobox_img" />Besucher dürfen kostenlos die in einer Auflage von je 2.000 Exemplaren erschienenen Postkarten mitnehmen (Bild: François Besch)
Die Tresen dienen der Aufnahme einer Serie von insgesamt 30 Postkarten. Je zwei der geschwungenen Möbel umfassen neun Motive, das dritte deren zwölf. In einer Auflage von je 2.000 Exemplaren wurden die Postkarten gedruckt.
Kunst zum Mitnehmen
Und das Schönste daran ist, dass sich hier jeder Besucher gratis bedienen darf: Kunst zum Mitnehmen. Ob man nun ein, zwei oder gleich die ganze Serie einsteckt.
Urheberin des Projektes ist die 1973 in Frankreich geborene und in Paris lebende und arbeitende Künstlerin Elodie Huet. Sie war vom 26. Mai bis zum 10. Juli «artiste en résidence» im Casino Luxembourg. «Restore Hope» hat sie, in Anlehnung an die von der UNO gestützten Militäroperation der USA in den frühen 90er Jahren in Somalia, ihr Projekt betitelt.
«Restore Hope»
Sie stellte ihre Arbeit ganz ins Zeichen der Kontextualisierung und der Titel «Restore Hope» steht in diesem Zusammenhang für die Sichtweise, mit der man ein unbekanntes Land von außen wahrnehmen kann. Vorurteile und vorgefertigte Erwartungen inklusive.
In diesem Sinne ist die so entstandene Postkartenserie ein Spiegel der Zeitspanne, die Elodie Huet in der Hauptstadt des Großherzogtums verbrachte.
Mit ihrer Kamera hielt sie das fest, was ihr an dem ihr unbekannten Ort, einer unbekannten Umgebung, aufgefallen ist. Oder aber auch: Die Momentaufnahmen von Elodie Huet zeigen uns Vertrautes, wenn auch nicht unbedingt bewusst Wahrgenommenes, mit fremden Augen.
Fragmente der Realität
Nach und nach entstand während ihres Aufenthaltes in Luxemburg ein immer umfangreicheres Mosaik aus Landschaftselementen und architektonischen Details.
Das Casino Luxembourg schreibt über die Arbeitsweise der jungen Französin: «Im Allgemeinen gilt das auf einer Postkarte dargestellte Motiv als das Beste, was ein Ort zu bieten hat – so spricht man bei einem besonders schönen Foto gerne von einem Postkartenmotiv. Elodie Huet jedoch bedient sich dieses Mediums, um ihre Beziehung zum umgebenden Raum auszuloten. Als Gast untersucht sie Details ihrer vorübergehenden Heimat, um Fragmente ihrer Realität herauszugreifen, die durch ihre fotografische Gestaltung oder durch die bloße Auswahl des Motivs zum Kunstwerk werden.»
Im «Aquarium» liegt das Resultat der Künstlerresidenz von Elodie Huet nun vor: Auf keiner der Postkarten findet sich ein Verweis auf den genauen Ort, an dem das jeweilige Motiv aufgenommen wurde. «Restore Hope» ist noch bis zum 11. September zu sehen.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können