Dienstag3. Februar 2026

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Militäroperationen sind beendet

Militäroperationen sind beendet
(dpa)

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Syriens Präsident hat ein Ende der Gewalt gegen Oppositionelle zugesichert. Assad versprach UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Verfassungsänderungen und Parlamentswahlen.

Die Operationen von Militär und Polizei gegen Oppositionelle in Syrien sind nach Worten von Präsident Baschar al-Assad beendet worden. Assad sagte dies nach Angaben der Vereinten Nationen aus der Nacht zum Donnerstag in einem Telefongespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Die syrische Opposition erklärte allerdings, bislang sei von einem Abzug der Armee und Milizen nichts zu sehen. In der Stadt Homs habe es Gefechte zwischen regimetreuen Truppen und desertierten Soldaten gegeben, meldete ein Koordinationskomitee der Protestbewegung.

UN fordert schnelle Reformen

Assad habe Reformvorhaben aufgezählt, die er in den kommenden Monaten unternehmen wolle, hieß es in der UN-Mitteilung weiter. Dazu zählten eine Revision der Verfassung und Parlamentswahlen.

Ban unterstrich, dass Reformen schnell umgesetzt werden müssten. Der UN-Generalsekretär zeigte sich beunruhigt von der weit verbreiteten Verletzung von Menschenrechten und dem übermäßigen Einsatz von Gewalt gegen Zivilisten durch die Sicherheitskräfte. Er verlangte erneut eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle.

Rund 2000 Opfer

Alleine am Mittwoch sollen in den Ortschaften Homs, Al-Haula, Latakia, Hama und Dschabal al-Sawija nach Angaben der Opposition 21 Zivilisten getötet worden sein. In Homs soll ein 17 Jahre altes Mädchen unter den Todesopfern sein. In Latakia, wo die Sicherheitskräfte in den vergangenen Tagen unter anderem ein Palästinenserlager attackiert hatte, starb den Angaben zufolge ein 28 Jahre alter Palästinenser.

Seit Beginn der Proteste gegen Präsident Assad im vergangenen März sollen nach Informationen syrischer Menschenrechtler bereits rund 2000 Menschen getötet worden sein. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben durch ausländische Beobachter hat die Regierung bislang verhindert.

Syrien wolle Reformen

Assad hatte auch am Mittwochabend auf einer Konferenz der regierenden Baath-Partei erklärt, demnächst würden zahlreiche Reformvorhaben umgesetzt. Dies sei nicht das Ergebnis von Druck aus dem Ausland, sondern Ausdruck des Reformwillens des syrischen Volkes.

Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch in Beirut mitgeteilt, sie hätten mehr als 20 Mitarbeiter aus Syrien abgezogen.