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«Wir sterben alle, jemand muss die Särge machen»

«Wir sterben alle, jemand muss die Särge machen»

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In finanziell schwierigen Zeiten haben Tischler in Rumänien ein neues Geschäftsmodell für sich entdeckt: Preiswerte Särge aus Transsylvanien.

Standardsärge können in Rumänien mehrere tausend Euro kosten. Kein Wunder finden Billigsärge regen Anklang. Die Särge kosten rund 400 Lei (95 Euro) plus 24 Prozent Mehrwertsteuer, sagt Ilie Troanca, Direktor der staatlichen Forstindustrie in Sibiu (Hermannstadt). Obwohl sie erst seit wenigen Monaten angeboten werden, seien bereits einige hundert verkauft worden.

Hergestellt werden die Särge aus Holz aus den Karpaten, das ansonsten als Brennholz genutzt worden wäre. Etwas teurere Modelle aus Eiche kosten rund 450 Lei, Särge aus Buche oder Kiefer sind billiger. Der Absatzmarkt ist groß: In Rumänien leben 22 Millionen Menschen, die Bevölkerung altert, und Feuerbestattungen sind kaum verbreitet. Standardsärge können mehrere tausend Euro kosten, und häufig müssen Hinterbliebene der Friedhofsverwaltung ein Schmiergeld zahlen, um sich eine ordentliche Grabstätte zu sichern.

Die Herstellung eines Sarges im Sonderangebot dauert etwa einen Tag, anschließend wird er gestrichen oder lackiert. Zwei Modelle sind erhältlich: rechteckig oder mit sechseckigem Deckel. «Das ist eine gute Idee», sagt der 42-jährige Schreiner Sorin Ceausila. Bis er für die Herstellung von Billigsärgen eingestellt wurde, war er arbeitslos. «Wir sterben alle, und jemand muss die Särge machen.»