«Das Ministerium schuldet unserer Gesellschaft 3,8 Millionen Euro. Das kann so nicht weitergehen», sagte der Generalsekretär der DEI-Gewerkschaft Kostas Katsaros im griechischen Radio.
Insgesamt schulde der Staat der Elektrizitätsgesellschaft 141 Millionen Euro. Es könne nicht sein, dass die Regierung das Abschalten des Stromes «für den kleinen Mann – wenn der nicht zahlen kann – erlaubt, und selbst nicht ihre Schulden zahlt», hieß es. Die Aktion sei symbolisch und werde nur etwa vier Stunden dauern, teile die DEI-Gewerkschaft auf Anfrage mit.
Verständnis zeigen
Der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos zeigte Verständnis für die Aktion der Gewerkschaft. «Ich verstehe ihr Handeln. Sie müssen aber auch verstehen, dass wir in dieser schwierigen Zeit in erster Linie Geld für die Gesundheit der Bürger ausgeben», sagte er im griechischen Fernsehen ANT1.
Die Elektrizitätsgesellschaft DEI gehört zu 34 Prozent dem Staat. Sie steht an der Spitze der Gesellschaften, die privatisiert werden sollen. Die Gewerkschaft der DEI widersetzt sich dieser Planung und meint, die Gesellschaft bringe Gewinne ein. Die griechische Regierung versucht, überall zu sparen. Seit fast zwei Monaten werden praktisch nur noch Renten und Löhne von Staatsbediensteten gezahlt. Wenn Athen nicht die nächste Tranche der Finanzhilfe in Höhe von acht Milliarden Euro nicht bekommt, wird die Regierung auch diese Löhne und Renten im Dezember nicht zahlen können.
Zu Demaart
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