Die BW Bank hat der Darstellung des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff hinsichtlich des Zustandekommens der Kreditvereinbarung zu Finanzierung seines Privathauses teilweise widersprochen.
"Titanic" macht sich über Christian Wulff und sein Image als perfekten Schwiegersohn witzig. In Deutschland brechen die Leute wohl schon bei der Kombination "Wulff" und "Drohung" in schallendes Gelächter aus. Es dürfte nicht der letze Hieb gegen den Bundespräsidenten sein - das Satiremagazin bittet um die Zusendung weiterer Titelbilder. (Bild: Titanic)
"Wulff spricht 82 Millionen Deutschen auf die Mailbox, um Gerede zu unterbinden", titelt nicht weniger hämisch "Der Postillon". Das Online-Satiremagazin spöttelt darin, der Anruf beim "Bild"-Chef sei erst der Anfang gewesen. "Titanic" liefert die Karikatur dazu. (Bild: Titanic)
Was die Netzgemeinde vom Bundespräsidenten erwartet, macht die Facebook-Seite "Christian Wulff: Rücktritt jetzt" deutlich. Wulff hat zwar bereits mitgeteilt, dass er nicht zurücktreten will. Die Karikatur auf der Facebook-Seite wie der Abschied hätte aussehen können, bleibt dennoch äußerst amüsant.
Gemäß der "Lupe" blieb es nicht bei Textabwandlungen. Der Satire-Blog zeigt gleich ein erstes Beispiel und ruft zu weiteren abgewandelten Filmplakaten ab.
Noch beliebter als Witze und satirische Titelbilder sind zurzeit abgewandelte Filmtitel. Auf Twitter gehen im Sekundentakt unter dem Hashtag #Wulfffilme neue Titelvorschläge ein, wie dieses Beispiel zeigt.
Wulff hatte am Mittwoch erklärt, dass der Vertrag mit einer mündlichen Vereinbarung zwischen ihm und der Bank bereits im November zustande gekommen sei. Wie die Bank der Zeitung «Die Welt» (Freitag) nun mitteilte, reicht eine mündliche Vereinbarung jedoch nicht aus.
«Ein Kreditvertrag mit Verbrauchern bedarf der Schriftform», heißt es in einer Antwort der Bank auf eine entsprechende Anfrage der Zeitung. Einen schriftlichen Vertrag habe die Bank aber erst am 12. Dezember an Wulff geschickt, unterschrieben habe er den Kreditvertrag am 21. Dezember und damit rund eine Woche nach den ersten Medienberichten über seine Hausfinanzierung. Bei der Bank sei der unterschriebene Vertrag erst am 27. Dezember eingegangen.
TV-Interview
Wulff hatte am Mittwoch in einem Fernsehinterview Vorwürfen widersprochen, der neue Kreditvertrag mit der BW Bank sei deutlich später zustande gekommen als von ihm zunächst angegeben. Mit dem Kredit will Wulff Mitte Januar ein rollierendes Geldmarktdarlehen der BW Bank ablösen, das er zuvor zur Finanzierung seines Hauses in Burgwedel genutzt hatte.
Daisy Schengens Laufbahn beim Tageblatt begann 2010 als Online-Redakteurin, später in der Lokalredaktion, bevor sie leitende Redakteurin des Magazin-Hefts wurde. Ihre Schwerpunkte umfassen die Themengebiete Gesundheit und Ernährung. Die gebürtige Bulgarin hat einen Magisterabschluss in Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie an der Mosel. Wenn sie nicht über Genuss und Gesundheit schreibt, widmet sie sich dem Tanz(-sport).
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