Nach Berichten der Nachrichtenagentur AFP ist Jean-Claude Mas in Südfrankreich am Donnerstagmorgen festgenommen worden. Wie es weiter im Bericht heißt, soll Mas Ende 2012 sich vor Gericht verantworten. Die Behörden ermitteln wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung.
Mas Unternehmen Poly Implant Protèse (PIP) war in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass es über längere Zeit ästetische Chirurgen-Praxen weltweit mit minderwertigen Implantaten beliefert hatte. Tausende von Frauen bangen jetzt um ihre Gesundheit, da die Silikon-Kissen im Körper reißen können. Die Folgen können schwerwiegend sein, heißt es.
Implantate in Luxemburg?
Seit 2010 werden PIP Protesen nicht mehr verkauft. Ob Frauen in Luxemburg von diesem Skandal betroffen sind, ist unwahrscheinlich. In Luxemburg seien die Produkte anderer Hersteller eingesetzt worden, so Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo Tageblatt.lu gegenüber bereits anfang Januar 2012. Die Idee eines nationalen Implantate-Registers sei durchaus reizvoll, betonte di Bartolomeo. Ein ähnliches Ergebnis könne man in Luxemburg dank einer gemeinsamen Einkaufszentrale für die Krankenhäuser erreichen, so wie das im Zuge der Gesundheitsreform vorgesehen ist.
Somit wäre die Herkunft der Implantate erfasst.
Andererseits werden die Eingriffe in der Regel im Krankenhaus vorgenommen, so dass auch die Namen der Empfänger bekannt seien. Gemeinsame Einkäufe tätigen Spitäler und Krankenhausapotheken ohnehin schon in einzelnen Bereichen, betont di Bartolomeo.
Zu Demaart
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