Der Film «Beasts of the Southern Wild» und eine Dokumentation über Amerikas erfolglosen Kampf gegen den Drogenkonsum haben die wichtigsten Preise des Sundance Filmfestivals gewonnen. Mit der Vergabe von Dutzenden Auszeichnungen ging das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme am Samstagabend (Ortszeit) in Park City (US-Bundesstaat Utah) zu Ende.
Benh Zeitlins «Beasts of the Southern Wild» erzählt die surreale Geschichte des sechsjährigen Mädchens Hushpuppy, das mit seinem Vater in armen Verhältnissen im Mississippi-Delta aufwächst. Der Grand Jury-Preis für die beste US-Dokumentation ging an «The House I Live In»: Regisseur Eugene Jarecki greift darin Drogenprobleme in den USA auf.
Jury-Ehrung
In der Sparte «World Cinema» wurde der chilenische Film «Violeta Went to Heaven» über das Leben der Sängerin Violeta Parra von Andres Wood mit dem Spitzenpreis der Jury ausgezeichnet. Als beste «World Cinema»-Dokumentation konnte sich «The Law in These Parts» des israelischen Regisseurs Ra’anan Alexandrowicz durchsetzen.
Die Publikumspreise für US-Filme gingen an Ben Lewins «The Surrogate» und «The Invisible War» von Kirby Dick, dessen Dokumentarfilm Vergewaltigungen in der US-Armee thematisiert. In der Kategorie «World Cinema» überzeugten «Valley of Saints» von Musa Syeed sowie Malik Bendjellouls Doku «Searching for Sugar Man» die Sundance-Zuschauer.
Das in den 1980er Jahren von Robert Redford gegründete Filmfest findet alljährlich im Januar in dem Wintersportort Park City statt. Diesmal wurden 117 Spielfilme aus 30 Ländern, darunter die Werke von 45 Erstlingsregisseuren gezeigt. Sie wurden aus weltweit mehr als 3.800 Einsendungen ausgesucht. Über 90 Filme feierten in Park City ihre Weltpremiere.
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