Mittwoch28. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

EU nimmt alle A380-Flieger unter die Lupe

EU nimmt alle A380-Flieger unter die Lupe
(dpa-Archiv)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Nach neu entdeckten feinen Rissen in den Tragflächen eines Riesen-Airbus A380 sollen nun alle Maschinen dieses Typs einem Sicherheitscheck unterzogen werden.

Das ordnete die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) nach Angaben eines Sprechers am Mittwoch in Köln an. Die Sicherheitsbehörde weitete damit ihre Anordnungen auf sämtliche A380 aus. Das sind nach derzeitigem Stand 68 Flugzeuge. Die EADS -Tochter Airbus, die den A380 herstellt, lehnte einen Kommentar dazu ab.

Airbus hat mehrfach betont, die Risse stellten keine Gefahr für die Flugsicherheit der A380-Maschinen dar. Als Ursache für die feinen Risse hat Airbus eine Kombination aus Mängeln bei Design und Fertigung der Tragflächen angegeben. Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hatte eine Überprüfung von 20 der bislang 67 ausgelieferten Maschinen dieses Typs angeordnet.

Erste A380 bleiben am Boden

Bislang hat Airbus 68 Riesen-Jumbos ausgeliefert. Zu den ersten Kunden zählten Singapore Airlines, Emirates aus Dubai und die australische Qantas. Auch die Deutsche Lufthansa sowie Air France, Korean Air Lines und China Southern haben den A380 in der Flotte. Die Tragflächen des Riesen-Vogels sind so groß, dass darauf 70 Autos parken könnten. Die Spannweite beträgt knapp 80 Meter.

Unterdessen teilte die australische Qantas mit, einen ihrer A380 auf dem Boden zu lassen. Zuvor waren bei Routine-Checks nach einem turbulenten Flug 36 feine Risse an den Tragflächen der Maschine entdeckt worden. Die Maschine soll nach Reparaturen nächste Woche wieder zum Einsatz kommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Risse hätten die Flugsicherheit nicht beeinträchtigt. Qantas hat zwölf A380 in der Flotte.

Qantas ist wachsam

Das Problem wurde bei einer Untersuchung der Maschine entdeckt, die nach schweren Luftturbulenzen über Indien in Singapur gelandet war. Airbus habe zusätzliche Untersuchungen empfohlen, nachdem die Maschine nach Sydney weitergeflogen war, berichtete das Unternehmen. «Diese Risse hatten nichts mit den Turbulenzen zu tun», sagte eine Qantas-Sprecherin. Es handele sich um einen Fertigungsfehler.

Es sei nicht dieselbe Art Risse, die Anfang Januar in mehreren A380-Flugzeugen entdeckt worden waren. Dabei ging es um Risse an Flügelrippen-Verbindern. Qantas habe seine Maschinen daraufhin untersucht und keine dieser Risse gefunden, teilte die Sprecherin mit. «Was mögliche weitere Maßnahmen angeht, werden wir uns an Airbus-Anweisungen halten.»