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Den Kinderschuhen entwachsen

Den Kinderschuhen entwachsen

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Neun Veranstaltungen an sieben Tagen im Jahr 2010, 14 an neun Tagen in 2011 und 18 an elf Tagen in diesem Jahr: Das „Fundamental Monodrama Festival“ ist seinen Kinderschuhen ent- und zu einem aus dem Luxemburger Kulturkalender nicht mehr wegzudenkenden Event herangewachsen.

Am Dienstag präsentierte Festivalleiter Steve Karier das Programm der diesjährigen, dritten Auflage.

Das Festivalprogramm 2012

• „The Raven / Monodrame pour voix de femme“, von Toshio Hosokawa, mit Charlotte Hellekant und dem Ensemble Lucilin
Am 27. Juni um 20.00 Uhr im Grand Théâtre

• „My dolls“, von und mit Allen S. Weiss
Am 28. Juni um 19.00 Uhr im Grand Théâtre

• „Wild ist scheu“, von und mit Karen Köhler
Am 28. Juni um 20.00 Uhr im Grand Théâtre

• „Le roi de la danse – Mohammed Ali“, von Olivier Coyette, mit Etienne Minoungou
Am 29. Juni um 19.00 Uhr im Kulturhaus Niederanven

• „Birahima, l’enfant soldat“, von Ahmadou Kourouma, mit Papa Meissa Gueye
Am 29. Juni um 20.30 Uhr im Kulturhaus Niederanven

• „La rivière bien nommée“, von und mit Patrick Corillon
Am 30. Juni um 19.00 Uhr im Kulturhaus Niederanven

• „Petit salon baroque“, von und mit Isabelle Dumont
Am 30. Juni um 20.30 Uhr im Kulturhaus Niederanven

• „Monocle, Portrait de S. Von Harden“, von Stéphane Ghislain Roussel, mit Luc Schiltz
Am 1. Juli um 17.00 Uhr im TNL

• „Soliloquium“, von und mit Martin Engler
Am 1. Juli um 19.00 Uhr im TNL

• „When the red Toyota went off the road and sank into black water“, von und mit Olga Pozeli
Am 2. Juli um 20.00 Uhr in der Banannefabrik

• „La boîte à musique“, von und mit Maya Zbib
Am 3. Juli um 20.00 Uhr im Kulturhaus Niederanven

• „WIR – ein Solo“, von und mit Andreas Liebmann
Am 4. Juli um 20.00 Uhr im Kulturhaus Niederanven

• „Le carneval des ombres“, von und mit Serge Demoulin
Am 5. Juli um 20.00 Uhr in der Banannefabrik

• „Le coeur des enfants léopards“, von W.N‘Sondé, mit Criss Niangouna
Am 6. Juli um 19.00 Uhr im Kulturhaus Niederanven

• „Les larmes du coeur“, von und mit Aboubacari Oumarou
Am 6. Juli um 21.00 Uhr im Kulturhaus Niederanven

• „Seuils“, von und mit Annick Pütz
Am 7. Juli um 19.00 Uhr in der Banannefabrik

• „Medea“, nach Seneca, mit Carlos Concha
Am 7. Juli um 20.00 Uhr in der Banannefabrik

Weitere Infos
[email protected] | www.fundamental.lu

Tickets
Tel.: (+ 352) 47 08 95 1 | www.luxembourg-ticket.lu

Nicht nur die Zahl der Veranstaltungen ist zum dritten Mal in Folge gestiegen. Auch die der Örtlichkeiten, an denen vom 27. Juni bis zum 7. Juli Theater, Tanz und noch mehr anstehen, wuchs auf fünf an. Neben dem Kulturzentrum Niederanven, in dem vor drei Jahren alles anfing, haben sich das Grand Théâtre, die Banannefabrik, das TNL und der AICA-Kiosk angeschlossen.

Sieben Kreationen

Standen 2010 „nur“ traditionelle Monodramen an, so wurde das Spektrum im vergangenen Jahr auf Tanz und Bewegungstheater ausgeweitet. Und Steve Karier zeigte sich gestern erfreut darüber, dass das Festival in diesem Jahr auch noch um den Bereich der Bildenden Kunst erweitert werden konnte: Während der gesamten Festivaldauer wird Tommy Zeuggin eine Performance in besagtem Kiosk vorführen, eine „Selbstmumifizierung“, die, so der Festivalleiter, alle Merkmale des Solotheaters in sich vereinigt. Man darf gespannt sein.

Unter den 18 programmierten Veranstaltungen finden sich nicht weniger als sieben Kreationen, die eigens für „Fundamental“ geschaffen wurden. Das international ausgerichtete Programm konzentriert sich dabei hauptsächlich auf Produktionen aus unserem Nachbarland Belgien und aus Afrika. Aus letztgenanntem Land stammen beispielsweise „Les larmes du coeur“, mit dem nigerianischen Schauspieler Aboubacari Oumarou unter der Regie von Steve Karier, oder auch „Le roi de la danse“, mit dem aus Burkina Faso stammenden Etienne Minoungou, der den Boxer Muhammad Ali mimt. Aus Belgien kommen u.a. Patrick Corillon, der in „La rivière bien nommée“ ein außergewöhnliches Reisetagebuch präsentiert, und die Inszenierung „Le carneval des ombres“ von Michael Delaunoy, mit Serge Demoulin. Eine Reise in eine dunkle Vergangenheit, die Zeit, als Belgiens Ostkantone von Nazideutschland annektiert wurden.

Weitere Akteure stammen aus Griechenland, dem Libanon, Frankreich, Deutschland, den USA und natürlich aus Luxemburg, wie beispielsweise Annick Pütz mit „Seuils“, wobei es um den kreativen und entwicklerischen Prozess vom Leben und Tanz geht. Nebenstehend finden Sie das komplette Programm, das reich an Highlights ist, die wir zum gegebenen Zeitpunkt genauer vorstellen werden.