Donnerstag8. Januar 2026

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Baggerfahrer vermasselt freie Sicht auf Venus

Baggerfahrer vermasselt freie Sicht auf Venus
(Reuters)

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Ein Baggerfahrer hat die Live-Übertragung der höchst seltenen Venuspassage vor der Sonne am Dienstag unterbrochen. Hobby-Astronomen, auch in Luxemburg, die die Nasa-Bilder live verfolgten, mussten sich gedulden.

Der Arbeiter hat bei Straßenarbeiten in Mataranka rund 420 Kilometer südlich von Darwin in Australien aus Versehen ein Glasfaserkabel durchtrennt, das die US-Weltraumbehörde NASA für ihre Live-Bilder der Venus nutzte. Die Übertragung des Events, das nur zweimal in mehr als 100 Jahren stattfindet, sei deshalb am Morgen erst mit einer Stunde Verspätung angefangen, berichtete der Rundfunksender ABC.

Die NASA übertrug Bilder aus Alice Springs im Zentrum Australiens auf ihrer Webseite, weil das Himmelsphänomen von dort besonders gut zu beobachten war. Sie hatte sich dafür in der Centralian Middle School eingerichtet. Die NASA-Computer wurden schließlich an das Internet der Schule angeschlossen und die Übertragung verlief anschließend problemlos, berichtete der Rundfunk. Die Telefonzentrale der Schule habe keinerlei Störungen gehabt, sagte eine Empfangsdame.

Luxemburg schaut mit

In Luxemburg war das Himmelsspektakel allerdings nur in der letzten Phase zu sehen. Bei uns ging die Sonne erst um 5:23 Uhr auf. Der «Transit» war am Mittwochmorgen um 6:54 beendet, hieß es von den luxemburgischen Hobby-Astronomen (AAL). Doch ein bedeckter Himmel über Luxemburg versperrte die Sicht auf das kosmische Spektakel.

In Australien, Neuseeland und Ostasien konnten die Menschen schon Stunden vorher das Himmelsspektakel beobachten. Mit Schutzbrillen ausgestattet blickten sie in den Himmel. In zahlreichen Städten hatten astronomische Gesellschaften öffentliche Beobachtungsstationen eingerichtet. In der philippinischen Hauptstadt Manila verzogen sich Dunstschwaden kurz nach Sonnenaufgang und machten einen klaren Blick auf die Sonne frei. In Melbourne hatten sich Regenwolken kurz vor Sonnenaufgang aufgelöst.

Seltenes Naturschauspiel

Australien galt als besonders guter Beobachtungsstandort, dort konnte man die Venuspassage bei klarem Himmel vollständig sehen. Sie dauert mehr als sechs Stunden. In Deutschland konnte man nach Sonnenaufgang nur noch die letzten eineinhalb Stunden des Spektakels beobachten.

Der Transit ist wie eine Mini-Sonnenfinsternis. Die Venus schiebt sich als kleines dunkles Scheibchen vor die leuchtende Sonne. Der dunkle Fleck ist jedoch leicht zu übersehen. Denn die Kontur der Venus erscheint nur rund ein Promille so groß wie die Sonnenscheibe.