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Pierre Moscovici möglicher Anwärter

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Frankreich beabsichtigt, seinen Finanzminister Pierre Moscovici ins Rennen um den Eurogruppen-Vorsitz zu schicken. Amtsinhaber Jean-Claude Juncker tritt im Juni zurück.

Heißt der Nachfolger von Jean-Claude Juncker als Eurogruppen-Chef nicht mehr Wolfgang Schäuble sondern Pierre Moscovici? Frankreichs Präsident François Hollande soll bereits am Wochenende mit seinen wichtigsten Partner in der EU darüber sprechen. Das weiss das deutsche Handelsblatt am Mittwoch zu melden. Am Freitag trifft Hollande in Rom die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Spaniens Premierminister Mariano Rajoy und den Präsidenten des italienischen Ministerrats Mario Monti.

Hollande lehnt den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble an der Spitze der Eurogruppe ab. Paris mag es nicht, dass der Finanzminister eines großen Eurolandes gleichzeitig die Rolle des Vermittlers und Koordinators in der Eurozone einnimmt, hieß es bisher. Der Vorwand könnte ebenfalls auf Frankreichs Finanzminister Moscovici bezogen werden. Nur scheint dieses Argument nicht mehr zu gelten, so das Handelsblatt. Hollande beabsichtige keinesfalls, einen neuen Finanzminister zu suchen. Der Zeitung zufolge sieht die deutsche Regierung kaum noch eine Chance für Schäuble als Nachfolger von Jean-Claude Juncker. Am Mittwochmorgen erklärte eine Ministeriumssprecherin, der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stehe auch weiterhin als Kandidat für den Vorsitz der Eurogruppe zur Verfügung.

Luxemburg dürfte mit Moscovici als Eurogruppen-Chef keine Probleme haben, so wie man mit Wolfgang Schäuble einverstanden sei, hieß es am Mittwoch aus dem Umfeld von Premierminister Jean-Claude Juncker. Moscovici hatte den Luxemburger Premierminister noch am 30. Mai in Luxemburg getroffen. Eine Entscheidung über die Nachfolge auf den Vorsitz der Eurogruppe dürfte kommende Woche beim EU-Gipfel fallen. Sie ist Teil des Gesamtpersonalpakets, der den EU-Staats- und Regierungschefs zur Entscheidung vorliegt. Genannt werden muss unter anderem auch ein neues Mitglied im EZB-Direktorium. Dem Luxemburger Zentralbankchef Yves Mersch werden dabei gute Chancen eingeräumt.