Der Stahlkonzern ArcelorMittal hält sich nicht an die Spielregeln, meinen die europäischen Gewerkschaften. In Europa fährt er Produktionsanlagen zurück, angeblich wegen mangelnder Nachfrage, gleichzeitig läßt er Vorprodukte für die eigenen europäischen Werke aus Russland oder sogar aus Mexiko importieren, um sie hier weiterzuverarbeiten. Das ist etwa der Fall für die Walzanlagen von ArcelorMittal in Florange.
" class="infobox_img" />EU-Kommissar Antonio Tajani
Hinzu kommt, dass wegen des Produktionsstopps der Konzern seine CO2-Emissionsrechte verkauft und um Subsidien für Forschungsprojekte bittet, so für Ulcos in Florange, ein Pilotprojekt, bei dem CO2 am Hochofen eingefangen werden soll, um unterirdisch gelagert zu werden. Am Dienstag traf sich in Straßburg eine Delegation der im Mai gegründeten europäischen Industriegewerkschaft IndustriALL mit Antonio Tajani, EU-Kommissar für Industrie.
Wenn man sich Regeln gebe, müsse man dafür Sorgen tragen, dass sie auch eingehalten werden, so Jean-Claude Bernardini, der den OGBL bei der Unterredung in Straßburg vertrat. Die Gewerkschafter hätten den Eindruck, dass es in der EU keinerlei Industriepolitik gebe. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von EU-Kommission, Gewerkschaften und Arbeitgeber soll sich der Problematik annehmen.
Zu Demaart
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