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Urteil gegen Pussy Riot am 17. August

Urteil gegen Pussy Riot am 17. August
(dpa)

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Im umstrittenen Prozess gegen die Moskauer Punkband Pussy Riot will das Gericht das Urteil erst am 17. August verkünden.

Richterin Marina Syrowa gab den drei wegen Rowdytums angeklagten Musikerinnen am Mittwoch noch einmal Gelegenheit, sich zu ihrem Protest gegen den jetzigen Kremlchef Wladimir Putin in der Erlöserkathedrale am 21. Februar zu äußern.

Nach Ende der kurzen Sitzung habe Syrowa den Termin 17. August, 15.00 Uhr, angesetzt, berichteten Medien in Moskau. Die Staatsanwaltschaft hat auch wegen Verletzung religiöser Gefühle jeweils drei Jahre Haft beantragt für die Künstlerinnen. Die Verteidigung fordert Freispruch.

Madonna fordert Freispruch

US-Popstar Madonna (53) hat bei einem Konzert in Moskau vor mehr als 20 000 Menschen Freiheit für die drei inhaftierten Frauen der russischen Punkband Pussy Riot gefordert. Das Protestgebet der Musikerinnen in einer Kirche gegen Kremlchef Wladimir Putin sei weder für den Glauben noch für die Regierung eine Bedrohung gewesen, sagte Madonna der Agentur Interfax zufolge am Dienstagabend. «Diese drei Mädchen – Nadja, Mascha und Katja – haben etwas Mutiges getan. Sie haben dafür bezahlt. Und ich bete für ihre Freilassung», sagte Madonna demnach im Olympiski-Stadion.

Auf dem nackten Rücken habe die Sängerin den Schriftzug von Pussy Riot getragen und mit einem schwarzen Tuch über dem Kopf auf der Bühne liegend gesungen. Die Show sei voller christlicher Symbolik mit Kreuzen und Ikonen gewesen, hieß es. «Ich komme aus Amerika, wo wir frei unsere Meinung äußern können, auch wenn andere damit nicht einverstanden sind, auch wenn die Regierung meine Meinung nicht teilt. All das ist Demokratie», wurde Madonna zitiert.

Anti-Putin-Gebet

Die wegen Rowdytums aus religiösem Hass angeklagten Künstlerinnen hatten am 21. Februar in der Erlöserkathedrale mit Sturmmasken dafür gebetet, dass Russland von Putin erlöst werden möge. Vor dem Moskauer Chamowniki-Gericht wird an diesem Mittwoch das Urteil gegen Pussy Riot erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat drei Jahre Haft beantragt. Die Verteidigung hält den Prozess für politisch gesteuert und fordert Freispruch für die Angeklagten Maria Aljochina (24), Nadeschda Tolokonnikowa (22) und Jekaterina Samuzewitsch (29). Das Urteil soll am 17. August gesprochen werden.