Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizei und Minenarbeiter sind in Südafrika 30 Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden bestätigten die Opferzahl am Freitag. Es war unklar, ob die Polizei oder die Demonstranten das Feuer am Donnerstagnachmittag eröffnet hatten. «Wir sind geschockt und bestürzt über diese sinnlose Gewalt», sagte Präsident Jacob Zuma.
Jacob Zuma will wegen der anhaltenden Gewalt in einer Platinmine westlich von Pretoria umgehend in seine Heimat zurückkehren. Zuma befindet sich derzeit in Mosambik, wo er an einem regionalen Gipfeltreffen teilnimmt. «Der Präsident ist besorgt über diese gewalttätigen Proteste, zumal die Verfassung und die geltenden Gesetze genügend Wege bieten, um mit solchen Problemen umzugehen», hieß es in einer Mitteilung.
Die Arbeiter der Lonmin-Mine, die nahe der Stadt Marikana westlich von Pretoria gelegen ist, hatten am vergangenen Freitag die Arbeit niedergelegt. Sie fordern eine 200-prozentige Lohnerhöhung. Bis zum Wochenbeginn waren bei gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei bereits zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Polizisten. Einige wurden verbrannt oder zu Tode gehackt. Beobachter sprechen auch von einem Kampf zwischen konkurrierenden Gewerkschaften.
Zu Demaart
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