Das erklärte der luxemburgische Premierminister und Eurogruppen-Präsident Jean-Claude Juncker am Dienstag nach einem Gespräch unter anderem mit der Vorsitzenden des EP-Ausschusses, Sharon Bowles.
Er werde in einem Brief deutlich machen, dass in Zukunft besser auf die Vertretung von Frauen in europäischen Gremien geachtet werden soll.
Kein neuer Kandidat
Es komme aber «überhaupt nicht in Frage», dass die Finanzminister einen neuen Kandidaten vorschlagen werden, wie das der Wunsch mancher im EP sei, so Jean-Claude Juncker weiter. Er gehe davon aus, dass das EP in den nächsten Wochen eine neue Anhörung mit Yves Mersch ansetzen werde. Wenn sich aber das Parlament weigern würde, eine Entscheidung zu treffen, müsse es eben ohne das Parlament gehen. «Das ist aber nicht das Szenario, das ich bevorzuge. Ich will keinen Streit mit dem Parlament führen», stellte Jean-Claude Juncker klar.
Angesprochen auf den an ihn adressierten Brief der Ausschuss-Vorsitzenden Sharon Bowles, sagte Jean-Claude Juncker, dass er sich umgehend nach Erhalt des Schreibens, in dem eine «prompt response» gefordert worden sei, telefonisch mit ihr in Verbindung gesetzt habe. Mehr habe er nicht tun können, zumal der Brief weder vom EP noch vom zuständigen Ausschuss, sondern von der Vorsitzenden selbst stamme. Wie es nun weitergehen wird, war am Dienstag noch nicht absehbar.
Zu Demaart
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