Beobachter gehen aber davon aus, dass Spanien in den nächsten Wochen einen Hilfsantrag bei der EU stellen wird, da die Kapitalflucht aus dem Land anhält und das Land in nächster Zeit hohe Summen refinanzieren muss.
«Es gibt da ein kleines Missverständnis – Spanien muss überhaupt nicht gerettet werden», sagte de Guindos wörtlich. Allerdings haben die Staats- und Regierungschefs der Eurozone Spaniens Banken bis zu 100 Mrd Euro zugesagt, von denen diese rund 60 Milliarden tatsächlich benötigen. Diese Mittel müssen über die Staatskasse fließen, so dass Spanien erst noch einen förmlichen Antrag auf Auszahlung der Mittel stellen muss.
Der Finanzminister verwies auf die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank (EZB), bei Erfüllung bestimmter Bedingungen Staatsanleihen zu kaufen. «Sie fordern für Interventionen am Sekundärmarkt die Erfüllung bestimmter Bedingungen, die nicht weit entfernt sind von dem, was wir in Spanien derzeit haben und was in den Prozeduren bei Vorliegen eines exzessiven Defizits und im Europäischen Semester festgelegt ist», sagte de Guindos.
Zu Demaart
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