«Die griechische Demokratie steht vor ihrer vielleicht größten Herausforderung», sagte der konservative Regierungschef dem «Handelsblatt». Der Zusammenhalt sei durch die «steigende Arbeitslosigkeit gefährdet, so wie es gegen Ende der Weimarer Republik in Deutschland war». Eine große Gefahr sei dabei der Aufstieg radikaler politischer Kräfte.
Die Griechen hätten durch die Sparmaßnahmen und die desolate wirtschaftliche Lage «innerhalb von fünf Jahren mehr als ein Drittel unseres Lebensstandards verloren», sagte Samaras der Zeitung. Daher habe die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den richtigen Ton getroffen, als sie bemerkte, ihr blute angesichts dieser Schicksale das Herz, meinte Samaras. Er lud die deutsche Kanzlerin, die in Griechenland teilweise Zielscheibe von Schmähungen ist, nach Athen ein. «Sie ist uns jederzeit willkommen!»
Derzeit prüft die «Troika» der internationalen Geldgeber die Fortschritte Griechenlands bei den Reformen. Von ihrem Bericht ist die Auszahlung der nächsten Hilfskredite abhängig.
Zu Demaart
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