Ein hochrangiger Angehöriger des Finanzministeriums sagte bei einem Briefing für die internationale Presse, Spanien strebe zwar die Hilfe der europäischer Partner an, sei sich aber unsicher, ob ein Antrag nicht das Investorenvertrauen für Italien und die Stabilität des Euro insgesamt untergraben würde.
Globale Investoren und viele Politiker der Eurozone haben die spanische Regierung ermutigt, einen Hilfsantrag zu stellen, aber die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hat sich bisher nicht dazu durchringen können. Der hochrangige Vertreter des Finanzministeriums sagte, er erwarte nicht, dass diese Frage in dieser Woche gelöst werde.
Ratingagentur S&P schlägt zu
Zuvor hatte die Ratingagentur Standard&Poor’s die Kredütwürdigkeit der spanischen Banken herabgesetzt. Getroffen hat es all die Kreditinstitute, die bis dato noch eine bessere Bonitätseinstufung hatten als Spanien selbst, oder die sich durch ausgeprägte staatliche Unterstützung hervortun.
Insgesamt stufte Standard & Poor’s die langfristige Kreditwürdigkeit von elf Banken schlechter ein als zuvor. Bei vier Instituten musste die kurzfristige Bonitätsbewertung dran glauben. Ein Großteil der betroffenen Institute muss zudem mit weiteren Herabstufungen rechnen.
Zu den prominentesten Opfern von S&P’s Rundumschlag zählen die BBVA, Santander, Banco Popular sowie nicht zuletzt die verstaatlichte Bankia, bei der laut den Ergebnissen des jüngsten Banken-Stresstests eine Kapitallücke von 24,7 Milliarden Euro klafft.
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