Salpetersäure wird beim Lebensmittelkonzern Kraft Foods versehentlich in einen Tank mit Natronlauge gefüllt. Beim Abpumpen entsteht über dem Werk eine giftige Wolke. Katastrophenalarm wird ausgelöst.
16.10.2012 Die Feuerwehr versucht mit Wasserfontänen die Ausbreitung der giftigen Gaswolke über dem Werksgelände von Kraft Foods in Bad Fallingbostel (Niedersachsen) einzudämmen. (Ingo Wagner)
16.10.2012 Nach einem Chemieunfall in dem Werk des Nahrungsmittelkonzerns war in Bad Fallingbostel Katastrophenalarm ausgelöst worden. (Ingo Wagner)
16.10.2012 Einsatzkräfte der Feuerwehr ziehen vor dem Lebensmittelwerk in Bad Fallingbostel Schutzanzüge an. Der Störfall löste bereits am 15. Oktober Katastrophenalarm aus. (Hartmut Wehler)
16.10.2012 Nach dem irrtümlichen Zusammenkippen einer Säure mit Natronlauge war eine giftige Gaswolke entstanden. (Ingo Wagner)
16.10.2012 Eine erschöpfte Helferin im orangenen Schutzanzug sitzt nach dem Chemieunfall vor der Dekontaminierungsschleuse. (Ingo Wagner)
16.10.2012 Feuerwehrleute, die von ihrem Einsatz zurückkehren, müssen ihre Kleidung reinigen lassen. (Ingo Wagner)
16.10.2012 Einige Evakuierte schlafen nach dem Chemieunfall in der Veranstaltungshalle von Bad Fallingbostel (Niedersachsen). (Ingo Wagner)
16.10.2012 . (Ingo Wagner)
Nach dem Chemieunfall beim Lebensmittelkonzern Kraft hat sich die Lage im niedersächsischen Bad Fallingbostel wieder zugespitzt. «Es ist wieder zu einer Verschärfung gekommen», sagte die Sprecherin des Unternehmens, Barbara Blohberger, am Dienstagmorgen. In dem Tank mit Natronlauge, in den am Montag versehentlich Salpetersäure geschüttet worden war, sei es zu einem Temperaturanstieg gekommen. Dabei könne es zu einer Reaktion kommen. Es besteht weiter Katastrophenalarm, 1800 Anwohner mussten seit Montag in Sicherheit gebracht werden.
Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte den Temperaturanstieg. Es sei nicht auszuschließen, dass noch einmal eine Gaswolke aufsteige. Derzeit bestehe ein Gefahrenradius von 50 Metern. Man versuche nun, die Lauge über den Reinigungsbereich abfließen zu lassen.
Am Montag hatten Mitarbeiter des Lebensmittelkonzerns versehentlich Säure in einen Behälter mit Natronlauge gekippt. Am Abend war beim Versuch, die beiden Stoffe zu trennen eine ätzende Gaswolke aufgestiegen. Im Lauf der Nacht hatte sich diese aufgelöst.
Daisy Schengens Laufbahn beim Tageblatt begann 2010 als Online-Redakteurin, später in der Lokalredaktion, bevor sie leitende Redakteurin des Magazin-Hefts wurde. Ihre Schwerpunkte umfassen die Themengebiete Gesundheit und Ernährung. Die gebürtige Bulgarin hat einen Magisterabschluss in Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie an der Mosel. Wenn sie nicht über Genuss und Gesundheit schreibt, widmet sie sich dem Tanz(-sport).
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