Sonntag15. Februar 2026

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Mossong holt Silber

Mossong holt Silber
(Tageblatt-Archiv/Jeff Lahr)

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Schon seit rund fünf Jahren darf Lynn Mossong zu den Größen des luxemburgischen Judosports gezählt werden. International konnte die Ex-Beforterin immer wieder ein Ausrufezeichen setzten.

Das Einzige, was Lynn Mossong bisher fehlte, war die Konstanz, teils auch aufgrund mangelnden Selbstvertrauens.

Mit der Saison 2012/13 scheint die Judoka des Cercle Esch dieses Problem überwunden zu haben, denn plötzlich läuft es bei der 25-Jährigen. Vier Einsätze feierte sie bereits zur neuen Saison, eine Enttäuschung lieferte sie dabei nicht ab. Zweimal konnte sie groß auftrumpfen, mit einer Bronzemedaille bei den Open Franche-Comté in Besançon (6. Oktober) und vor allem mit einem fünften Platz beim Weltcup in Rom (30. September).

Erste internationale Meisterschaftsmedaille

An diesem Wochenende trat Lynn Mossong beim Europacup in Boras an, es war ihr vierter Versuch bei diesem Turnier. Bisher stand ein einziger gewonnener Kampf zu Buche. Bisher, denn am Samstag trumpfte die Luxemburgerin in der Gewichtsklasse -70 kg (15 Teilnehmerinnen) groß auf. In den ersten beiden Runden besiegte sie die Schwedin Evelina Svenningsson und die Deutsche Anne-Kathrin Lisewski, Silbergewinnerin beim EC 2011 in Celje (SLO) mit u.a. Sieg über Mossong, problemlos mit Ippon am Boden. Im Halbfinale musste Lynn Mossong dann zum dritten Mal binnen fünf Wochen gegen Karolina Talach antreten, beim EC in Tampere (FIN, 23. Sept.) gewann die Polin, in Rom ging der Sieg an Lynn Mossong. Und auch am Samstag behielt die Luxemburgerin knapp (Yuko) die Nase vorne. „Eine tadellose Leistung von Lynn“, war ihr Trainer voll des Lobes, „sie hat keinen einzigen Fehler in diesen drei Kämpfen gemacht“.

Mit dem Sieg stand Lynn Mossong in Boras im Finale. Es ging gegen Olga Pochkina, Fünfte bei den russischen Meisterschaften. Die beiden Judokas lieferten sich einen beherzten, offenen Kampf, mit einer ersten Yuko-Führung für Pochkina, die die Luxemburgerin aber ausgleichen konnte. Die Russin ging jedoch erneut in Führung (Wazari), Lynn Mossong musste mehr riskieren und lief 20″ vor Schluss in einen Konter, mit dem zweiten Wazari und dem Aus. Auch wenn es für Lynn Mossong am Ende „nur“ zu Silber reichte, war die Freude über die erste Medaille bei einer internationalen Meisterschaft berechtigt und Fred Georgery glaubt an seinen Schützling: „Sie wird immer stärker.“