Freitag30. Januar 2026

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Rebellen erschießen 28 Soldaten

Rebellen erschießen 28 Soldaten
(AFP/Screenshot/YouTube)

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Eine Lösung im Syrienkonflikt rückt in immer weitere Ferne. Die Amerikaner schimpfen über die Unfähigkeit der Exil-Opposition. Das Regime wirft Bomben über Städte ab. Rebellen töten Gefangene.

Die US-Regierung und die syrische Opposition streiten, wer für die Radikalisierung der syrischen Revolution verantwortlich ist. Die Rebellen und die Truppen von Präsident Baschar al-Assad verüben weitere Kriegsverbrechen. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter veröffentlichte am Donnerstag eine Videoaufnahme, die zeigt, wie Angehörige einer Rebelleneinheit in der syrischen Provinz Idlib mehrere gefangene Soldaten erschießen.

Nach Angaben der Organisation, die der Opposition nahesteht, wurde das Video nach einem Angriff von Kämpfern der Opposition auf einen Kontrollpunkt der Regimetruppen nahe der Ortschaft Sakarib aufgenommen. Es zeigt, wie am Boden liegende Männer, die teilweise Uniform tragen, erst getreten, beschimpft und dann erschossen werden.

Scharfe Kritik aus den USA

Bei Angriffen der Rebellen auf drei Straßensperren der Regierungstruppen im Bezirk Sarakib sollen insgesamt 28 Soldaten und fünf Kämpfer getötet worden sein. Landesweit kamen laut Aktivisten mehr als 120 Menschen ums Leben.

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Mittwoch während eines Besuches in Kroatien scharfe Kritik am Syrischen Nationalrat (SNC) geübt. Sie sagte: «Was wir brauchen, ist eine Opposition, die alle Teile der Gesellschaft und alle Regionen vertritt. Und wir brauchen auch eine Opposition, die sich öffentlich klar gegen die Extremisten ausspricht, die versuchen, die syrische Revolution zu kapern.» Die jüngsten Berichte über das Einsickern radikaler Islamisten seien sehr besorgniserregend.

Lösung für Syrien

Der SNC wies Clintons Kritik nach Angaben arabischer Medien zurück und konterte, der Grund für den wachsenden Einfluss der Islamisten in Syrien sei die Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft.

In Saudi-Arabien läuft inzwischen eine Debatte darüber, ob Muslime aus anderen arabischen Ländern zum «Dschihad» nach Syrien gehen sollten. Der einflussreiche Islamgelehrte Scheich Mohammed al-Oreifi erklärte: «Der Heilige Krieg ist die einzige Lösung für den Krieg in Syrien.» Der ebenfalls sehr populäre Scheich Salman Al-Auda riet jungen Saudis dagegen davon ab, in Syrien zu kämpfen. Er begründete seine Auffassung damit, dass das Eindringen ausländischer Kämpfer nach Syrien die Einstellung verschiedener arabischer und europäischer Staaten zugunsten des Regimes beeinflussen könne. Denn die Regierungen dieser Staaten hätten Angst vor einer Ausbreitung des Terrorismus in Syrien.