Und Manchester City hat Stürmerprobleme, von denen aber möglicherweise morgen niemand mehr reden wird, denn man spielt heute Abend gegen Manchester United, wo Moyes ein Mittelfeld gefunden zu haben scheint, das sich allerdings erst einmal gegen einen starken Gegner behaupten muss.
Das vermochte Arsenal diese Saison bislang nicht. Nach den Prügel bei City und Liverpool gingen die Kanoniere auch bei Chelsea unter, was Arsène Wenger so die Sprache verschlug, dass er die obligate Pressekonferenz nach dem Spiel sausen ließ und sich unter Absingen wilder Verwünschungen nach Hause begab und dort Herrn Mourinho von seinem Facebook-Konto aus der Rubrik „Friends“ löschte und in die Rubrik „Zeitgenossen, die ich mit Marine Le Pen auf eine einsame Insel wünsche“ eintrug.
Schiedsrichter Marriner wollte da nicht zurückstehen und leistete seinen Beitrag in Form eines Platzverweises und stellte zur Feier des Tages einfach den erstbesten Spieler vom Platz, der ihm über den Weg lief, nämlich Gibbs anstelle des wirklich schuldigen Oxlade-Chamberlain. Doch dessen Name ist für jeden Schiedsrichter nur schwer buchstabierbar, was dann auch erklärt, weshalb er oder Mangrove Llewellyn Wholstenholme so selten verwarnt werden.
In West Ham schoss Rooney ein Tor von der Mittellinie aus, vor den Augen von Beckham, der einst vor Jahren ein ähnliches Tor erzielt hatte. Beckham hatte seine Söhne dabei, Frau Beckham ist da nicht anders als andere Mütter, die ihren Männern immer ein paar Kinder zum Fußball mitgeben, damit die Herren nach dem Spiel nicht hemmungslos in einem Pub versinken und bei der Rückkehr die Mülltonne des Nachbarn umfahren. Nicht, dass das so schlimm wäre, denn wer kann es sich schon leisten, das mit einem Aston Martin oder einem Bentley zu tun …
Englands Nationaltrainer Hodgson ist auf der Suche nach Stürmern. Deren gibt es bekanntlich nicht mehr viele, in ganz England fliegen mehr kampftaugliche Spitfire durch die Gegend als torgefährliche Stürmer mit englischem Pass. Neben Rooney gibt es nur noch Sturridge, vielleicht auch noch Welbeck und Sterling, die die anderen Nationen überzeugen könnten, eventuell eine Verteidigung gegen England aufs Feld zu schicken. Die Frage ist: In welchem Zustand präsentieren sich diese Stars zu Ende der Meisterschaft? Hoffnung machen die junge Rodriguez und Lallana von Southampton, doch das taten einst auch Heskey oder Walcott. Jetzt redet die Presse wieder von Peter Crouch und vergisst, dass man in einem solchen Fall auch Spieler braucht, die den Kopf des langen Peter treffen können.
Zu Demaart
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