Anlässlich der Frühlingstagung der Washingtoner Institution traf der Luxemburger Finanzminister Pierre Gramegna auf die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde.
Laut Regierungsangaben drehten sich die Gespräche um die Wirtschaftslage in Europa und um die Neuverteilung der Anteile am IWF.
Dabei habe der Finanzminister dem Währungsfonds eine Kreditlinie über 2,06 Milliarden zugesagt, die jederzeit, falls benötigt, abgerufen werden kann, so die Luxemburger Regierung in einer Pressemitteilung. Der IWF solle so in seiner Arbeit gefördert werden, „Mitgliedstaaten, die wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, zu unterstützen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Bilateraler Vertrag
Der Währungsfonds bezieht seine Mittel aus den Beiträgen der Mitglieder sowie multilateralen und bilateralen Finanzierungsverträgen mit ihnen. Die Beiträge variieren je nach Gewicht der jeweiligen Volkswirtschaft in der Welt. Bei dem jetzt geschlossenen Abkommen handelt es sich um einen bilateralen Vertrag.
Daneben hat der Finanzminister zusammen mit dem Minister für humanitäre Hilfe, Romain Schneider, und IWF-Vizedirektor Min Zhu eine Absichtserklärung unterschrieben, in der Luxemburg dem Währungsfonds 1,5 Mio. Euro zusagt.Mit dem Geld soll das Regionale Unterstützungszentrum des IWF in Zentralamerika, Panama und der Dominikanischen Republik finanziert werden. Das Zentrum gibt es seit 2009 und der Finanzminister unterstrich die „bemerkenswerten Erfolge“ dieser Einrichtung. Das Zentrum arbeitet in Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, der Dominikanischen Republik und Salvador und leistet fachliche Hilfe bei der Finanzmarktüberwachung, der Steuerverwaltung, der Zollverwaltung, der Verwaltung der öffentlichen Finanzen, den Geldmärkten und der Statistik.
Zu Demaart
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