BNP Paribas habe in einem Vergleich mit den New Yorker Finanzaufsichtsbehörden einer Zahlung zwischen acht und neun Milliarden US Dollar zugestimmt, schreibt die in der Affäre der französischen Finanzgruppe ungewöhnlich gut informierte US Wirtschaftszeitung Wall Street Journal. Die weiteren Auflagen seien schwerwiegend. So werde BNP Paribas für mehrere Monate darauf verzichten müssen, Geschäfte in US Dollar zu machen. Etwa 30 leitende Mitarbeiter sollen die Bank verlassen. Bei der Mehrheit der betroffenen Mitarbeiter sei dies bereits geschehen. Zusätzlich müsse BNP Paribas sich explizit schuldig bekenn, gegen US-Gesetze verstoßen zu haben. Diese großen Linien eines Vergleichs seinen am vergangenen Freitag beschlossen worden, schreibt die Zeitung.
Unter Führung von Staatsanwalt Cyrus Vance haben die New Yorker Justizbehörden Geschäfte in Höhe von 100 Milliarden Dollar geprüft. Dabei sollen sie auf ein Volumen von 30 Milliarden Dollar gestoßen sein, bei denen durch gefälschte Papiere der Gesetzesverstoß versteckt worden sein soll. Dabei soll es sich um Geschäfte mit dem iran, mit dem Sudan und mit Kuba gehandelt haben. Die Verletzung des Embargos gegen den Sudan wird als besonders schwerwiegend gewertet, weil es sich um ein Embargo wegen des Völkermordes in Darfour handelt. Der Inhalt des Vergleichs soll, so die Zeitung, Anfang Juli veröffentlicht werden.
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