Samstag31. Januar 2026

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Ermittlungen wegen Geldwäsche

Ermittlungen wegen Geldwäsche
(Bloomberg)

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Geldwäsche, Bilanzfälschung und Bildung einer kriminellen Vereinigung: In der Landsbanki-Affäre nahm die Luxemburger Justiz die Ermittlungen erneut auf.

Noch ist es in Luxemburg zu keinem Zivil- oder Strafprozess in der Landsbanki-Affäre gekommen. Vor Jahresfrist schwand die Hoffnung potenziell Geschädigter sogar praktisch vollends, weil der „magistrat instructeur“ die Prozedur zu den Akten gelegt hatte. Nun werden die Untersuchungen jedoch wieder ins Rollen kommen.

Mit Genugtuung stellten am Montag die Anwälte des Klägerkollektivs ehemaliger Investoren – die sich in der Landsbanki-Affäre als Opfer sehen – in einem Kommuniqué fest, dass Teilaspekte des Verfahrens doch noch weiter untersucht werden sollen.

Zur Erinnerung: Vor Weihnachten wurde den Klägern mitgeteilt, dass der „magistrat instructeur“ Ernest Nilles die gesamte Prozedur wegen Verjährung geschlossen habe. Die Zivilparteien gingen daraufhin in Berufung.
Am 10. Juli entschied die „Chambre du conseil“, dass das Verfahren in Teilaspekten wieder aufgenommen werden muss.

Zwar stellte die „Chambre du conseil“ fest, dass die Betrugsvorwürfe in dieser Affäre nicht weiter untersucht werden können, weil sie sich auf Begebenheiten außerhalb der Landesgrenze beziehen würden. In diesem Fall laufen jedoch weitere Prozeduren im Ausland.

Drei weitere Strafbestände

Dennoch soll die Beweisaufnahme für drei mögliche Straftatbestände weiterverfolgt werden. Die Rede ist von Geldwäsche, der Erstellung falscher Bilanzen und der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Die Rechtsbeistände der Kläger sprechen in puncto Geldwäsche sogar von einer historischen Entscheidung.

Demnach wird in diesen Fällen eine neue Untersuchung stattfinden müssen. Es ist davon auszugehen, dass auch ein neuer „magistrat instructeur“ ernannt werden wird, heißt es aus Justizkreisen.

Die Kläger, die vor Jahresfrist noch scharf gegen die Justiz und die Insolvenzverwalterin Yvette Hamilius geschossen und davon gesprochen hatten, dass dieses Dossier der x-te Beweis für Finanzkriminalität am Bankenplatz sei, haben am Montag sanftere Töne angeschlagen. „Möge das Werk der Justiz sich weiter vollziehen“, hieß es in dem Kommuniqué.