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Ursache Selbst-Entzündung?

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BISSEN - Am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr kam es in der Großwäscherei Lavador in Bissen zu einem Großbrand. Das gesamte Firmengebäude wurde von den Flammen zerstört.

Horroszenario am Dienstagabend in der Großwäscherei Lavador. Im Wäschereibereich, in dem die schmutzige Wäsche angeliefert und gelagert wird, entwickelte sich ein Feuer, das sich sehr schnell ausbreitete. Der gesamte Bereich wurde komplett zerstört.

Und was nun?

Generaldirektor Jean-Paul Neu erklärt, dass das gesamte Gebäude zerstört wurde. «Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt null operativ, deswegen mussten wir auf andere Wäschereien in der Großregion zurückgreifen. Wir hoffen, dass wir in nächster Zukunft den Betrieb so gut es geht wieder aufbauen können», so Neu.

Am Mittwoch fand zudem eine Sitzung mit dem Wirtschaftsminister, dem Arbeitsminister und den Verantwortlichen von Lavador statt, wo unter anderem vomPersonal die Rede war. «Wir wollen niemanden entlassen, doch wenn es nicht anders geht, sehen wir keine andere Möglichkeit, als einige unserer Mitarbeiter in die technische Arbeitslosigkeit zu schicken. Außerdem versuchen wir das Personal vorübergehend in anderen Wäschereien in der Großregion unterzubringen».

Zwei Arbeiter bemerkten den Brand und versuchten sofort, jedoch vergebens, die bereits meterhohen Flammen zu bekämpfen. Die beiden zogen sich leichte Brandverletzungen sowie eine leichte Rauchvergiftung zu.

Keine Umweltverschmutzung

Warum es zu dem Feuer kam, ist zurzeit noch unklar. Die Pressestelle der Polizei wollte keine Angaben zur Brandursache machen. Der Generaldirektor von Lavador, Jean-Paul Neu, erklärte gegenüber dem Tageblatt, dass eine Selbstentzündung nicht ausgeschlossen werden kann. Eine solche Zündung kann bei gelagerter schmutziger Wäsche entstehen. Durch die Feuchtigkeit und die Hitze kann die Wäsche «gären». Durch diese Gärung können dann Funken entstehen. Neu unterstreicht, dass in der Großwäscherei nicht mit gesundheitsschädlichen Stoffen gearbeitet wird. Zur Reinigung der Wäsche wird hauptsächlich Zitronensäure verwendet. Es bestand zur keiner Zeit die Gefahr, die Umwelt zu verschmutzen. «Die Dosierung der Reinigungsmittel läuft vollautomatisch. Zudem wird die Menge der Mittel immer aufgezeichnet.

Dass das Feuer durch eine falsche Dosierung der Mittel entstanden ist, können wir vollkommen ausschließen», so Neu.

(Philippe Hammelmann/Tageblatt.lu)