Auf dem Stimmrekorder der abgestürzten Germanwings-Maschine ist laut Medienberichten zu hören, wie einer der Piloten vor dem Unglück vergeblich versucht, ins Cockpit zu kommen. Nach Informationen der New York Times und der französischen Nachrichtenagentur AFP, die sich auf Ermittlerkreise berufen, soll dies aus den Aufnahmen des bereits gefundenen Sprachrekorders hervorgehen. Wie sicher sind solche Türen?
Die Attentate des 11. September 2001 auf das Welt Handelszentrum in New York haben die Sicherheit in den Flugzeugen völlig verändert. Der Zugang zum Cockpit ist durch eine Sicherheitstür verschlossen, die beim Airbus A320 nur von innen geöffnet werden kann.
Geheimcode
Der Airbus A 320 verfügt über eine Stahl-Sicherheitstür, die elektrisch gesichert ist. Um in das Cockpit zu gehen, muss man sich über einen persönlichen Code identifizieren. Die Piloten in der Kanzel sehen nach dem Code, wer vor der Tür steht und können sie von innen öffnen. Das gilt auch für einen Piloten, der während des Fluges seinen Platz verlässt und etwa zur Toilette geht. Er kann nur dann wieder in die Pilotenkanzel zurück, wenn der Pilot von innen die Tür öffnet. Es gibt für den absoluten Notfall einen Geheimcode, mit dem man nach dem Eintippen dreißig Sekunden lang die Möglichkeit hat, die Tür zu öffnen.
Allerdings gibt es auch hier die Möglichkeit, diesen Geheimcode auszuschalten. Es gibt einen Schalter „Lock“, mit dem die Tür so verriegelt wird, dass man sie mit keinem Code mehr öffnen kann. «Dann», sagt Gérard Feltzer, Flug-Experte des Fernsehsenders BFMTV, «kann man nur noch zur Axt greifen.»
Zu Demaart
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