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Der «Fusionierer» ist tot

Der «Fusionierer» ist tot
(AFP/Sebastien Bozon)

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Roland Peugeot, langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender von PSA Peugeot Citroën, ist am Donnerstag im Alter von 89 Jahren gestorben.

Das teilte PSA Peugeot Citroën auf der firmeneigenen Webseite mit. Roland Peugeot war einer der ersten Führungskader des Automobilkonzerns, der in Harvard studiert hat. An der Spitze der Peugeot Frères folgt der 1959 auf seinen Vater. Den Aufsichtsrat von PSA präsidiert er zwischen 1972 und 1998.

In dieser Zeit akquiriert Peugeot auf Geheiß der damaligen französischen Regierung 90 Prozent des Kapitals des angeschlagenen Konkurrenten Citroen. PSA Peugeot Citroën entsteht. Als der Konzern 1982 in finanzielle Schieflagen rutscht, beruft er den Juristen und Politologen Jacques Calvet, der den Konzern bis 1997 unter seiner Aufsicht führen wird.

Rückzug und neue Investoren

Ab 1998 zieht sich Roland Peugeot aus dem Aufsichtsratsvorsitz zurück, dessen einfaches Mitglied er bis 2014 bleibt. In selben Jahr steigt die französische Regierung und der chinesische LKW-Bauer Dongfeng mit jeweils 800 Millionen Euro in das Unternehmen ein und erhalten dafür einen Anteil von je 14 Prozent. Das Paket der Peugeot-Familie schrumpfte damals auf ebenfalls 14 Prozent. Bislang hielt der Clan 25 Prozent der Anteile und kontrollierte 38 Prozent der Stimmrechte.

1960 übergibt Roland Peugeot selbst 50 Millionen Francs in scheinen an, um seinen entführten Sohn, Eric, auszulösen. Das Kind war damals viereinhalb Jahre alt.