Samstag21. Februar 2026

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«Silvester-Angriffe waren organisiert»

«Silvester-Angriffe waren organisiert»
(Hermann J. Knippertz)

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Bundesjustizminister Heiko Maas geht davon aus, dass die Silvester-Angriffe auf Frauen in Köln organisiert waren.

«Wenn sich eine solche Horde trifft, um Straftaten zu begehen, scheint das in irgendeiner Form geplant worden zu sein», sagte Maas der «Bild am Sonntag». «Niemand kann mir erzählen, dass das nicht abgestimmt oder vorbereitet wurde.» Auch einen Zusammenhang zwischen den Attacken auf Frauen in mehreren deutschen Städten schließt Maas nicht aus.

Alle Verbindungen müssten sehr sorgfältig geprüft werden, sagte der Minister der Zeitung. «Der Verdacht liegt nahe, dass hier ein bestimmtes Datum und zu erwartende Menschenmengen herausgesucht wurden. Das hätte dann noch einmal eine andere Dimension.»

Aufruf über soziale Netzwerke

Wie die «Bild am Sonntag» unter Berufung auf vertrauliche Polizeiberichte berichtete, riefen nordafrikanische Gruppen offenbar über soziale Netzwerke Landsleute dazu auf, in der Silvesternacht nach Köln zu kommen. Demnach wurden Nordafrikaner aus Köln und Umgebung, aber auch aus Nachbarländern aufgefordert, zum Kölner Hauptbahnhof zu fahren.

Maas warnte jedoch davor, aus den Vorfällen Rückschlüsse über die Gesetzestreue von Migranten zu ziehen. «Aus der Herkunft eines Menschen abzuleiten, dass er eher straffällig wird oder nicht, halte ich für abenteuerlich», sagte der Minister der «BamS». Statistische Erhebungen über die Straffälligkeit von Flüchtlingen zeigten, dass die Kriminalitätsrate genauso hoch sei wie bei Deutschen.

Die Kölner Exzesse als Beleg zu sehen, dass die Integration gescheitert sei, sei «weder angemessen noch zutreffend», sagte Maas dem Blatt. Wer an diesen Taten beteiligt war, sei ein Krimineller und müsse auch so behandelt werden. Zur Herkunft der Täter von Köln sagte Maas: «Der kulturelle Hintergrund rechtfertigt oder entschuldigt nichts. Er wäre noch nicht mal als Erklärung akzeptabel.