Dexia ist die ehemalige Muttergesellschaft der BIL. Die Dexia-Gruppe musste zwei Mal von Belgien, Luxemburg und Frankreich „gerettet“ werden. Mittlerweile gehört die Bank fast exklusiv dem belgischen und dem französischen Staat.
Das Minus für das Gesamtjahr belief sich im Jahr 2015 auf 328 Millionen Euro nach 248 Millionen 2014, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.
Im vierten Quartal hingegen habe der einst weltgrößte Staatsfinanzierer einen Gewinn geschrieben. Die Bank habe von der Volatiliät an den Märkten profitieren können, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Aktien legen zu
Die Bank profitiert nach wie vor von Staatsgarantien. Frankreich, Belgien und Luxemburg müssen derzeit für Dexia-Kredite im Volumen von insgesamt 63,5 Milliarden Euro geradestehen, falls diese nicht zurückgezahlt werden. Die gute Nachricht lautet: Vor einem Jahr waren es noch 78,8 Milliarden Euro.
Der höhere Jahresverlust hat Anleger am gestrigen Freitag nicht vom Einstieg bei Dexia abgehalten. Sie werteten den geringeren Bedarf an Staatsgarantien für ausstehende Kredite positiv, schreibt Reuters. Die Aktien des immer noch börsennotierten belgisch-französischen Staatsfinanzierers stiegen an der Brüsseler Börse um bis zu 15 Prozent auf 0,04 Euro.
Als langfristige Investition kann man diese Aktienkäufe jedoch nicht bezeichnen. Die Dexia soll sich nämlich selber abschaffen. Sie verwaltet ihr bestehendes Kreditportfolio, bis nichts mehr da ist. Neue Geschäfte tätigt sie nicht.
Zu Demaart
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