Donnerstag19. Februar 2026

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Britische Presse bleibt skeptisch

Britische Presse bleibt skeptisch
(Reuters/Francois Lenoir)

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Die britische Presse hat am Samstag mehrheitlich skeptisch auf die in Brüssel ausgehandelten Reformen zur Verhinderung eines EU-Austritts des Landes reagiert.

«Camerons Rückzieher», titelte die Zeitung «Daily Express» auf ihrer Website. «Nennst Du das einen Deal, Dave?», fragte die «Daily Mail».

Die «Times» sprach von einer «dünnen Haferbrei», den Cameron aus Brüssel heimbringe. Aus dem «Land der Pralinen» Belgien habe sich das Königreich Besseres erwartet. Cameron müsse nun für «das alte Argument» werben, dass Großbritannien innerhalb einer reformierten EU besser aufgehoben sei als außerhalb. Ihn erwarte ein «harter Kampf».

Nur «kümmerliche Gewinne»

Der «Daily Telegraph» schrieb, Cameron habe nach dem Gipfel nur «kümmerliche Gewinne» zu verbuchen. Die Briten fragten sich: «Ist das alles?» Von nun an würden «die internen Qualen» bei Camerons konservativen Tories «in die Öffentlichkeit gebracht».

Einige Parteifreunde Camerons hatten bereits angekündigt, auf jeden Fall für den Austritt aus der EU zu werben. Am heutigen Samstag will Cameron in London sein Kabinett über die Ergebnisse von Brüssel informieren. Mit einem Kompromiss zu seinen Reformforderungen ebneten die EU-Staats- und Regierungschefs am Freitag den Weg zu einem Verbleib Großbritanniens in der Gemeinschaft.

Cameron konnte seine Kernforderungen durchsetzen – ein Mitspracherecht bei für London relevanten Entscheidungen der Eurozone sowie die Möglichkeit, neu zuwandernden EU-Bürgern vier Jahre lang Sozialleistungen zu verwehren. Ein Referendum über den Austritt aus der EU wird für Juni erwartet.